Beschreibung
Mit seinen bis zu 60 Zentimetern ist der Acker-Rettich etwa so hoch wie eine Ringelblume.
Die unteren Blätter fühlen sich rau an und sind grob eingeschnitten – fast wie gezackte Salatblätter. Weiter oben am Stängel sind die Blätter dagegen glatt und einfach geformt.
Der Stängel wächst aufrecht und trägt am oberen Ende lockere Gruppen aus lauter kleinen Blüten.
Die Blüten haben vier weiße oder blassgelbe Blütenblätter mit feinen violetten Adern.
Ein echter Hingucker sind die Früchte: Sie sehen aus wie eine kleine Perlenkette, gegliedert in mehrere Schoten. Wenn sie reif sind, brechen sie auseinander – so verteilt die Pflanze ihre Samen auf elegante Weise.
Merkmale
Acker-Rettich
Raphanus raphanistrum
weiße oder blassgelbe Blütentrauben
perlschnurartig gegliederte Schoten
Verwechslungsarten
Garten-Rettich
Raphanus sativus
In der Stadt
Auch in der Stadt lässt sich der Acker-Rettich entdecken – zum Beispiel auf Brachflächen, Schuttplätzen oder am Rand von Äckern. Er liebt kalkarme Böden und ist ein sogenannter Säurezeiger. Das heißt, er weist auf Böden hin, deren PH-Wert unter 7 liegt - ideal für Gartenpflanzen und Bodenmikroorganismen.
Wissenswertes
Juni bis Oktober. Im nördlichen und östlichen Mitteleuropa blüht die Pflanze meist gelb. Sie wächst dort auf Sand. Die weißblütige Form findet sich eher im südlichen Mitteleuropa.
Die Wurzel des Acker-Rettichs reicht über einen Meter tief in den Boden – das macht ihn besonders trockenheitsresistent.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
- Lebensform:
einjährig – blüht und fruchtet nur einen Sommer lang
Der Acker-Rettich kommt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeergebiet und Vorderasien.
- Verbreitung:
Er kommt inzwischen auch in Europa, Asien, Nordamerika und Australien vor.
Aus den Samen lässt sich Senf herstellen, und auch das Samenöl ist vielseitig einsetzbar – sowohl in der Küche als auch in der Technik.
Quellen
Blütenstand, Orikrin1998, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Raphanus_raphanistrum_(1).jpg
Früchte, Forest & Kim Starr, Starr Environmental, Bugwood.org, CC BY-SA 3.0, http://www.forestryimages.org/browse/detail.cfm?imgnum=5413813
Frucht, Olivier Pichard, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Raphanus_raphanistrum-var-raphanistrum_velennes_80_10062008_4.jpg
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Seitz, B., Ristow, M., Meißner, J., Machatzi, B. & Sukopp, H. (2018) Rote Liste und Gesamtartenliste der etablierten Farn- und Blütenpflanzen von Berlin. In: Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege / Senatsverwaltung für Umwelt, Klima und Verkehr (Hrsg.) Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin, URL: https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/artenschutz/artenlisten-rote-listen/farn-und-bluetenpflanzen/ (Abgerufen: 26.03.2021).
Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=4780& (Abgerufen: 21.08.2018).
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