Beschreibung
Der stattliche Breitblättrige Merk kann bis zu 1,5 Meter hoch werden und reicht einem Erwachsenen damit fast bis zur Brust.
Die Blätter sind gefiedert und in drei bis 13 Teilblätter unterteilt. Diese länglichen Blattabschnitte haben einen fein gesägten Rand – fast wie mit einer winzigen Zickzack-Schere bearbeitet.
Der Stängel steht einzeln, verzweigt sich im oberen Bereich und ist kantig gefurcht – das spürt man, wenn man mit den Fingern darüber streicht.
Die Blüten erscheinen in sogenannten Doppeldolden: Das sind blumenstraußähnliche Gebilde, die sich in mehrere kleinere Schirmchen – sogenannte Einzeldolden – aufteilen. Jede davon trägt bis zu 25 winzige, weiße Blüten mit je fünf Blütenblättern.
Die Frucht sieht aus wie zwei kleine Nüsschen, die zusammenhängen. Sie sind braun, leicht gerippt und gehören zur Gruppe der Schließfrüchte – sie springen also nicht auf, wenn sie reif sind.
Merkmale
Breitblättriger Merk
Sium latifolium
giftig
längliche Teilblätter
zahlreiche winzige, weiße Blüten
In der Stadt
Der Breitblättrige Merk wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, schlammigen Böden – zum Beispiel an den Ufern von Flüssen und Seen. Man findet ihn auch im Röhricht von stehenden oder langsam fließenden Gewässern, selbst wenn der Wasserstand dort stark schwankt. Solche feuchten Lebensräume sind besonders in Städten selten geworden. Deshalb steht der Breitblättrige Merk in vielen Bundesländern bereits auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten – nur in Berlin und Brandenburg gilt er bisher noch nicht als bedroht.
Wissenswertes
- Blütezeit:
Juli bis August
- Lebensform:
mehrjährig - der breitblättrige Merk blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
Der Breitblättrige Merk stammt aus den gemäßigten Breiten Eurasiens, Europas und Sibiriens.
- Verbreitung:
Die Pflanze ist inzwischen in fast ganz Europa anzutreffen.
Vorsicht: Wurzeln und Früchte sind giftig. Sie können bei Menschen und Huftieren zu Erbrechen und Durchfall führen.
Die Früchte enthalten das ätherische Öl "Limonen", das einen orangenartigen Geruch verströmt. Es wirkt antibakteriell und verhindert so die Fäulnis der Früchte. Sie bleiben so länger haltbar und können sogar mit dem Wasser weitergetragen und verbreitet werden.
Die Pflanze kann Luft- und Unterwasserblätter ausbilden.
Die Bestäubung erfolgt durch verschiedene Insekten, insbesondere Schwebfliegen.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Quellen
Blütenstand, Jeremy Halls, CC BY-SA 2.0 , https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sium_latifolium.jpg
Blätter, Krzysztof Ziarnek, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sium_latifolium_kz05.jpg
Habitus, Krzysztof Ziarnek, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sium_latifolium_kz.jpg
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