Robinia pseudoacacia

Gemeine Robinie

Falsche Akazie, Scheinakazie

Blütenstand (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Beschreibung

Die Robinie ist ein sommergrüner Baum oder Strauch mit einer rundlichen, lockeren Krone. Sie kann bis zu 30 Meter hoch werden.

Ein Blatt besteht aus 7-19 Teilblättern, die mit einem einzelnen Endblättchen abschließen (unpaarig gefiedert). Die Teilblätter sind oval und ganzrandig. Charakteristisch sind zwei seitliche Dornen an der Blattbasis.

Die Borke ist graubraun und tiefgefurcht.

Die Blüten sind weiß und hängen in großen Trauben. Sie duften intensiv süßlich.

Die Früchte sind lange und flache, braune Hülsen.

Merkmale

Gemeine Robinie

Robinia pseudoacacia
  • zwei Dornen an der Blattbasis

Dornen (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

In der Stadt

Die Robinie wird häufig in der Forstwirtschaft angepflanzt. Meist sieht man sie jedoch verwildert an offenen Standorten wie Brachflächen und Bahngleisen. Sie bevorzugt warme und sonnige Standorte.

Wissenswertes

  • Die Blüten werden für die Aromatisierung von Sirup und Tee verwendet oder in Teig ausgebacken gegessen.

  • Sie wird aufgrund der ähnlichen Blätter und Dornen auch als "Falsche Akazie" bezeichnet. Eine Verwechslung ist aber nahezu ausgeschlossen, da Akazien in Mitteleuropa nur an wenigen Orten mit besonders mildem Klima gedeihen.

  • Die Robinie ist eine invasive Pflanze und wird häufig im Rahmen des Naturschutzes bekämpft. Die wissenschaftlichen Meinungen, wie stark diese Pflanze die Biodiversität heimischer Pflanzen bedroht und ob sie in der Stadt bekämpft werden sollte, gehen weit auseinander.

  • Sie blüht von Mai bis Juni.

  • Die Fruchtreife ist von September bis Oktober.

  • Sie kann sich auch vegetativ über Wurzelschösslinge vermehren.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
  • Nutzung:

    Sie ist im Frühjahr ein wichtiger Honiglieferant von „Akazienhonig“.

  • Die Robinie stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie wurde am Anfang des 17. Jahrhunderts als Zierpflanze nach Europa gebracht und breitete sich, aufgrund der für sie günstigen Bedingungen schnell und weitläufig aus. Sie gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).

  • Der Gattungsname "Robinia" bezieht sich auf den Hofgärtner am französischen Königshof Jean Robin.

  • Die ganze Pflanze, mit Ausnahme der Blüten, ist stark giftig. Besonders giftig sind die Rinde und die Früchte. Der Pollen wirkt allergen.

Blatt (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Quellen

Blütenstand, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, http://species-id.net/openmedia/File:Robinia_pseudoacia_%284%29.JPG

Dornen, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Robinia_pseudoacacia_(1).JPG

Blatt, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Robinia_pseudoacia_(1).JPG

Aas, G. & Riedmiller, A. (2002) Laubbäume. Bestimmen – Kennenlernen – Schützen, Bindlach: Gondrom Verlag.

Roth, L., Daunderer, M. & Kormann, K. (2008) Giftpflanzen - Pflanzengifte. Vorkommen, Wirkung, Therapie. Allergische und phototoxische Reaktionen, Hamburg: Nikol Verlag.

Seite „Gewöhnliche Robinie“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 03.03.2016, 22:26 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gew%C3%B6hnliche_Robinie&oldid=152153593 (Abgerufen: 27.04.2016).