Rana temporaria

Grasfrosch

Habitus (CC BY 3.0) H. Krisp

Beschreibung

Der Grasfrosch ist gelb-, rot- oder dunkelbraun mit dunklen Flecken. Charakteristisch sind die dreieckigen braunen oder schwarzen Schläfenflecken. Die Augen sind goldgelb mit waagerechten, länglichen Pupillen. Die Haut ist glatt und weich.

Die Männchen haben einen hellgrauen, selten gefleckten Bauch. Man erkennt sie an den kräftigeren Vorderbeinen. Im Frühjahr unterscheiden sie sich auch an den dunklen, verhornten Hautstellen (Brunstschwielen) an den inneren Fingern der Vorderbeine.

Der Bauch des Weibchens ist oft gelb und rötlich gefleckt.

Die Kaulquappen sind regelmäßig bronzefarben gesprenkelt oder gefleckt.

Merkmale

Grasfrosch

Rana temporaria
  • dreieckige, dunkle Schläfenflecken

junges Weibchen (CC BY-SA 2.5) Richard Bartz

In der Stadt

Grasfrösche findet man meist an flachen, besonnten Teichen. An Land halten sie sich in Gärten und Parks mit Versteckmöglichkeiten wie Gebüschen auf. Sie bevorzugen kühle schattige Habitate.

Während der Wanderung zur Paarungszeit ist die Zerschneidung der Lebensräume durch Straßen eine große Gefahrenquelle.

Wissenswertes

  • Grasfrösche legen Ballen von bis zu 4000 Eiern ab. Diese kleben aneinander und bilden durch Luftbläschen in der Gallertmasse an der Wasseroberfläche großflächige Laichteppiche.

  • Die Weibchen entwickeln während der Paarungszeit eine weißliche Körnung an den Körperseiten, den sogenannten "Laichausschlag".

  • Grasfrösche überwintern entweder kollektiv am Gewässergrund oder einzeln in Erdhöhlen an Land.

  • Sie werden als Explosivlaicher bezeichnet, da sich im Frühjahr ganze Laichgesellschaften für nur wenige Tage an Gewässern versammeln.

  • Alle europäischen Amphibien sind besonders geschützt und dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.

  • Die Brunstschwielen an der inneren Fingern sorgen für einen festeren Halt der Männchen an den Weibchen bei der Paarungsumklammerung.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Paar (CC BY-SA 2.5) Richard Bartz, Munich Makro Freak

Quellen

Habitus , H. Krisp, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grasfrosch-Rana-temporaria-adult.jpg

junges Weibchen, Richard Bartz, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:European_Common_Frog_Rana_temporaria.jpg

Paar, Richard Bartz, Munich Makro Freak, CC BY-SA 2.5, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Rana_temporaria.jpg

Thiesmeier, B. (2015) Amphibien bestimmen - am Land und im Wasser, Bielefeld: Laurenti-Verlag.

Seite „Grasfrosch“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23.04.2016, 15:52 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Grasfrosch&oldid=153733378 (Abgerufen: 12.05.2016).

Kwet, A. (2015) Reptilien und Amphibien Europas. 250 Arten mit Verbreitungskarten, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Blab, J. & Vogel, H. (2002) Amphibien und Reptilien erkennen und schützen, München: BLV.

Glandt, D. (2008) Heimische Amphibien: Bestimmen – Beobachten – Schützen, Wiebelsheim: AULA-Verlag.

Glandt, D. (2015) Die Amphibien und Reptilien Europas, Wiebelsheim: Quelle & Meyer Verlag.