Beschreibung
Der Weißstorch fällt durch seine Größe und die langen roten Beine auf. Im Flug ist sein langgestreckter Hals gut zu erkennen. Der lange rote Schnabel steht im Kontrast zu seinem reinweißen Gefieder und den schwarzen Schwungfedern.
Merkmale
Weißstorch
Ciconia ciconia
Schnabel und Beine sind lang und rot
schnelles lautes Schnabelklappern
Schnabelklappern
Tembrock, CC BY-SA 3.0
In der Stadt
Der Weißstorch brütet oft in Kleinstädten und Dörfern. In der Stadt ist er vor allem in den Randbezirken zu finden. Seine Nahrung (Insekten, Mäuse, Regenwürmer) sucht er teilweise in kilometerweiter Entfernung von seinem Nest. Im Siedlungsbereich sucht er dafür auch Sportflächen auf.
Er errichtet sein Nest vorzugsweise auf Dächern und in Schornsteinen und kommt dadurch in den direkten Kontakt mit Menschen. Von Hand aufgezogene Tiere haben jedoch oft ein verändertes Zugverhalten und überwintern in Deutschland. Daher sollte der natürliche Abstand zwischen Mensch und Tier gewahrt werden.
Wissenswertes
Anders als weit angenommen ernähren sich Weißstörche nicht hauptsächlich von Fröschen. Diese werden nur selten gefressen.
Lange wurde vermutet, dass Störche im Winter am Grund von Seen Winterschlaf halten, sich in Mäuse verwandeln oder sich gar auf der Rückseite des Mondes verstecken würden.
Erst in der Neuzeit wurde das Rätsel um das Verschwinden der Störche im Winter gelöst. Mit dem Fund von Störchen, die von Pfeilen afrikanischer Jäger verletzt wurden, wurde klar, dass sie in Afrika überwintern.
Weißstörche sind Zugvögel, die Ende August über Südwest- oder Südosteuropa bis nach Südafrika ziehen und Mitte März nach Deutschland zurückkehren. Zunehmend überwintern Störche, insbesondere von Hand aufgezogene Tiere, auch in Deutschland.
Biblische Speisevorschriften (Lev 11,3) verbieten den Verzehr von Störchen, die auf Grund ihrer tierischen Nahrung zu den unreinen Tieren gezählt werden.
- Gefährdungsstatus Deutschland: gefährdet
Volkstümlich und in vielen Tierfabeln werden Störche als "Adebar" bezeichnet, welches aus den altgermanischen Wörtern "auda" für "Glück" und "bera" für "tragen" zusammengesetzt ist. Somit wird seine Rolle als "Glücksbringer" verdeutlicht.
Weißstörche sind Gegenstand vieler Fabeln und Erzählungen. Besonders berühmt ist das Märchen vom Baby bringenden Storch oder die vom Kalif Storch.
Quellen
Habitus , Rufus46, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Weissstorch_Ciconia_ciconia_Wildpark_Poing-02.jpg?uselang=de
im Flug, Carlos Delgado, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ciconia_ciconia_-_01.jpg
Habitus , André Karwath aka Aka, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ciconia_ciconia_(aka).jpg
Bejcek, V. (1988) Zugvögel, Hanau/Main: Verlag Werner Dausien.
Witt, K. & Steiof, K. (2013) Rote Liste und Liste der Brutvögel von Berlin, 3. Fassung, 15.11.2013. In: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V. (Hrsg.) Berliner Ornithologischer Bericht, Band 23, Berlin: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V., 1-23.
Seite „Weißstorch“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 30.01.2016, 22:08 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wei%C3%9Fstorch&oldid=150865796 (Abgerufen: 18.02.2016).
Artenfinder (2016) Ciconia ciconia (Weißstorch), URL: https://arteninfo.net/elearning/voegel/speciesportrait/2831 (Abgerufen: 13.04.2016).
NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. (o.J.) Der Weißstorch. Die wichtigsten Fakten im Überblick, URL: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/weissstorch/01450.html (Abgerufen: 13.04.2016).