Beschreibung
Der Turmfalke hat lange, spitz zulaufende Flügel. Der Schwanz ist abgerundet. Das Gefieder ist am Rücken rotbraun und dunkel gefleckt. Die Beine sind leuchtend gelb.
Das Männchen ist am grauen Kopf zu erkennen. Der Schwanz ist ebenfalls grau mit einer schwarzen Endbinde. Die Unterseite ist hell cremefarben und nur sehr leicht bräunlich gefleckt.
Das Weibchen ist insgesamt rotbraun mit einer dichten, dunklen Fleckung und Querbänderung. Die Unterseite ist hellbraun und stärker gefleckt als beim Männchen.
Merkmale
Turmfalke
Falco tinnunculus
auffälliger Rüttelflug
Rufreihen
Tembrock, CC BY-SA 3.0
Verwechslungsarten
Wanderfalke
Falco peregrinus
Rötelfalke
Falco naumanni
In der Stadt
Der Turmfalke profitiert von der zunehmenden Verstädterung, da mit Türmen und anderen hohen Gebäuden zusätzliche Lebensräume geschaffen wurden. Er ist der häufigste Greifvogel der Stadt und nistet gerne in hohen Türmen mitten in Stadtzentren. Dadurch muss er teilweise weite Strecken bis zu geeigneten offenen Jagdräumen zurücklegen.
Er hat nur wenig Scheu vor dem Menschen.
Wissenswertes
In Mitteleuropa gibt es ungefähr 90.000 Brutpaare des Turmfalken. Davon leben mehr als die Hälfte in Deutschland.
Er ernährt sich hauptsächlich von Feldmäusen und anderen Wühlmäusen, kann aber auch auf kleinere Vögel, Eidechsen und Insekten ausweichen.
Beim Beutefang wird der Rüttelflug oder Standschwebeflug eingesetzt: Mit schnellen, kraftvollen Flügelschlägen und aufrechtem Körper schwebt der Vogel über einer Position am Boden. Das kostet ihn jedoch viel Energie.
Er kann von Anfang März bis Oktober beobachtet werden. Den Winter verbringt er in West- oder Südwesteuropa. Stadtbewohnende Turmfalken ziehen im Winter seltener in den Süden.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Der wissenschaftliche Mane (lateinisch tinnunculus = „klingend“ oder „schellend“) bezieht sich auf den Ruf.
Quellen
Männchen, Andreas Trepte, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Common_kestrel_falco_tinnunculus.jpg
Weibchen, Andreas Trepte, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Turmfalke_Falco_tinnunculus.jpg
Weibchen, Koshy Koshy, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Falco_tinnunculus_-Tal_Chapar_Sanctuary,_Rajasthan,_India-8.jpg
Witt, K. & Steiof, K. (2013) Rote Liste und Liste der Brutvögel von Berlin, 3. Fassung, 15.11.2013. In: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V. (Hrsg.) Berliner Ornithologischer Bericht, Band 23, Berlin: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V., 1-23.
Seite „Turmfalke“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21.12.2015, 10:42 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Turmfalke&oldid=149271159 (Abgerufen: 18.02.2016).
Artenfinder (2016) Falco tinnunculus (Turmfalke), URL: https://arteninfo.net/elearning/voegel/speciesportrait/2918 (Abgerufen: 19.04.2016).
NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. (o.J.) Turmfalke (Falco tinnunculus), URL: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/2007-turmfalke/wissen.html (Abgerufen: 30.05.2016).