Pinus nigra

Schwarzkiefer

Schwarzföhre

Habitus (CC BY-SA 3.0) ol GRANDMONT

Beschreibung

Die Schwarzkiefer ist ein immergrüner Nadelbaum mit einer Höhe von 20 bis 40 Metern.

Die dunkelgrünen Nadeln sind lang, zugespitzt und häufig gebogen oder eingedreht. Sie wachsen zu zweit an einem Kurztrieb. Ihr Querschnitt ist halbkreisförmig.

Die Borke ist bräunlich bis grau und hat tiefe Risse. Jüngere Zweige sind hellbraun oder gelblich-orange.

Es gibt männliche und weibliche Blütenzapfen. Die grünen, männlichen Blüten stehen gehäuft an den Enden der Triebe. Die weiblichen Blütenzapfen wachsen immer in Gruppen von zwei bis vier zusammen. Sie sind anfangs grün und werden zur Bestäubung rot. Aus ihnen entwickeln sich dann die samentragenden Zapfen.

Die eiförmigen Zapfen sind drei bis zwölf Zentimeter lang. Sie sind hellbraun. Die inneren, nur bei offenen Zapfen sichtbaren, Teile der Zapfenschuppen sind schwarz. Die Zapfen sitzen rechtwinkelig oder schräg an den Zweigenden.

Merkmale

Schwarzkiefer

Pinus nigra
  • paarige, lange Nadeln

  • schwarze Zapfenschuppen

Nadeln (CC BY-SA 4.0 ) David J. Stang

In der Stadt

Die Schwarzkiefer ist ein häufiger Park- und Forstbaum. In der Stadt wird sie auch als immergrüner Einzelbaum auf Plätzen und an kleineren Straßen gepflanzt, da sie sehr immissions-, trockenheits- und salztolerant ist.

Beliebt ist sie außerdem als Gartenbaum, da ihr Harz einen angenehmen Duft verbreitet und das Rauschen des Windes durch die Krone als beruhigend empfunden wird. Im Frühling kann die hohe Pollenproduktion zu gelben Belägen auf Autos oder Gartenmöbeln führen.

Wissenswertes

  • Bretter aus dem Holz der Schwarzkiefer knarren nicht und werden daher oft für Bühnenböden genutzt.

  • Die ätherischen Öle in den Nadeln helfen gegen Hals- und Erkältungskrankheiten.

  • Die Schwarzkiefer ist ein Pionierbaum und kann daher in Städten schnell neue Flächen besiedeln.

  • Der Blütezeitraum ist von April bis Anfang Juni.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
  • Das Harz ist schwach giftig und hautreizend. Es wird Terpentin daraus gewonnen.

  • Die Schwarzkiefer stammt aus dem südlichen Europa bis Nordafrika. Ihr natürliches nördlichstes Verbreitungsgebiet ist Österreich. Von dort aus kam sie als Forst- und Parkbaum nach Deutschland. Sie gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).

Zapfen (CC BY-SA 3.0) Лобачев Владимир

Quellen

Habitus, ol GRANDMONT, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinus_nigra_JPG3Ac.jpg

Nadeln, David J. Stang, CC BY-SA 4.0 , https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinus_nigra_nigra_2zz.jpg

Zapfen, Лобачев Владимир, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:%D0%A8%D0%B8%D1%88%D0%BA%D0%B0_%D0%A1%D0%BE%D1%81%D0%BD%D1%8B_%D0%BF%D0%B8%D1%86%D1%83%D0%BD%D0%B4%D1%81%D0%BA%D0%BE%D0%B9.jpg

Roth, L., Daunderer, M. & Kormann, K. (2008) Giftpflanzen - Pflanzengifte. Vorkommen, Wirkung, Therapie. Allergische und phototoxische Reaktionen, Hamburg: Nikol Verlag.

Spohn, M. & Spohn, R. (2011) Kosmos - Baumführer Europa. 680 Bäume, 2600 Zeichnungen, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Godet, J.-D. (2007) Bäume und Sträucher. Bestimmen und nachschlagen, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer.

Roloff, A. (2013) Bäume in der Stadt. Besonderheiten - Funktion - Nutzen - Arten - Risiken, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer.

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