Coronilla varia

Bunte Kronwicke

Bunte Beilwicke

Habitus (CC BY-SA 3.0) Andrew Butko

Beschreibung

Die Bunte Kronwicke ist eine Verwandte von Erbsen und Bohnen (Hülsenfrüchte). Sie wird mit ihren 80 cm etwa so hoch wie ein Küchentisch.

Ihre Blätter bestehen aus bis zu elf kleinen Teilblättern und enden mit einem einzelnen Blättchen an der Spitze ("unpaarig gefiedert“). Die ovalen Blättchen sind glatt und unbehaart und haben eine abgerundete Spitze.

Der Stängel ist kantig – also nicht rund – und unbehaart.

Die Blüten wachsen in einer Art Kreis. Alle entspringen aus einem Punkt und stehen auf gleicher Höhe. Diese Blütenform nennt man „Dolde“. Die Einzelblüte variiert von rötlich bis weiß und hat nur eine einzige Spiegelachse (Spiegelsymmetrie). Sie besteht aus fünf Blättern und bildet die typische Schmetterlingsblüte. Das große, obere Blütenblatt ist die Fahne und steht meist leicht nach oben ab. Die zwei kleineren, seitlichen Blätter sind die Flügel. Die zwei unteren Blätter bilden ein hohles "Schiffchen", das die Staubbeutel und Stempel (also die Fortpflanzungsteile) umhüllt.

Nach der Blüte bilden sich schlanke, aufrecht stehende Früchte: gegliederte Hülsen mit einer hakig gebogenen Spitze.

Merkmale

Bunte Kronwicke

Coronilla varia
  • giftig

  • Blatt mit Endblättchen

  • rötliche bis weiße Blüten

Blätter (CC BY-SA 3.0) Julia Kruse

In der Stadt

In urbanen Gebieten ist die Bunte Kronwicke vor allem auf Bahndämmen zu finden, dort, wo der Boden mager, trocken und nicht zu nährstoffreich ist. Sie kommt also eher mit anspruchslosen Standorten zurecht, an denen andere Pflanzen oft nicht gut wachsen.

Wissenswertes

  • Blütezeit:

    Juni bis August

  • Blütezeit:

    Die Schmetterlingsblüte ist typisch für viele Pflanzen der Hülsenfrüchtler, wie z. B. Erbsen, Bohnen oder Klee.

  • Lebensform:

    mehrjährig

  • Verbreitung:

    Die Pflanze ist in Mittel- und Südeuropa bis Westasien und vor allem im nordöstlichen Mittelmeerraum und der Balkanhalbinsel verbreitet.

  • Die ganze Pflanze ist giftig, auch wenn sie gelegentlich als Futterpflanze angebaut wird – dabei muss die Anwendung genau dosiert sein

  • None
Blütenstand (CC BY 2.0) dw_ross

Quellen

Habitus, Andrew Butko, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ab_plant_2078.jpg

Blätter, Julia Kruse, CC BY-SA 3.0, https://species-id.net/openmedia/File:Securigera_varia_JuliaKruse_3.JPG

Blütenstand, dw_ross, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:20100603e2.jpg

Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Seite „Bunte Kronwicke“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13.03.2017, 21:54 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bunte_Kronwicke&oldid=163559029 (Abgerufen: 11.04.2017).