Beschreibung
Das Gänsefingerkraut kann bis zu 80 Zentimter groß, beziehungsweise lang werden.
Die Blätter wachsen in Rosetten direkt am Boden (grundständig). Sie sind in 13 bis 21 Blättchen geteilt (unpaarig gefiedert). Die Teilblättchen haben einen gezähnten Rand und sind auf der Unterseite silbrig glänzend behaart.
Der Stängel wächst über den Boden kriechend. Er kann mehrere Blattrosetten ausbilden.
Die Blüten haben fünf gelbe, rund angeordnete Blütenblätter. Sie sitzen einzeln an langen Stielen.
Die Früchte sind Nüsschen.
Merkmale
Gänsefingerkraut
Argentina anserina
einzelne Blüten an langen Stielen
silbrig glänzend behaarte Blattunterseite
In der Stadt
Das Gänsefingerkraut ist eine sehr trittfeste Ruderalpflanze. Es kommt in der Stadt häufig auf Äckern, Weiden und Brachflächen vor. Es wächst aber auch entlang von Weg- und Straßenrändern. Es bevorzugt verdichtete, nährstoffreiche Böden und zeigt Bodenverdichtung an.
Das Gänsefingerkraut erträgt auch Salz. Es wächst daher oft entlang von salzgestreuten Straßen und Autobahnen.
Wissenswertes
Früher war das Kraut typisch für Gänseweiden. Es profitierte dort vom Nitratreichtum.
Die Blütenblätter haben innen für das menschliche Auge nicht sichtbare Markierungen im UV-Bereich. Sie sollen Bestäuber anlocken.
Die Blütezeit ist von Mai bis August.
Es wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
Die Bestäubung erfolgt durch verschiedene Insekten. Vor dem Abblühen kommt es auch zur Selbstbestäubung.
- None
- Nutzung:
Die weichen Blätter dienten früher als Einlegesohlen für Holzschuhe.
Das Gänsefingerkraut ist in Europa einheimisch.
Ein Tee aus getrocknetem blühendem Gänsfingerkraut wird bei krampfartigen Durchfällen oder schmerzhaften Monatsblutungen getrunken. Ein Bad daraus soll bei schlecht heilenden Wunden wirken.
Quellen
Habitus, Rasbak, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zilverschoon_plant_Potentilla_anserina.jpg
Blattunterseite, Pethan, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Potentilla_anserina_leaf.jpg
Habitus, AfroBrazilian, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Potentilla_anserina_01.JPG
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Seite „Gänsefingerkraut“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29.11.2017, 19:00 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=G%C3%A4nsefingerkraut&oldid=171514419 (Abgerufen: 26.03.2018).
Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=4489& (Abgerufen: 26.03.2018).