Viola arvensis

Acker-Stiefmütterchen

Feld-Stiefmütterchen

Habitus (CC BY-SA 3.0 ) Kenraiz

Beschreibung

Das Acker-Stiefmütterchen wird bis zu 20 Zentimeter hoch. Es ist also eher klein, aber seine hübschen Blüten fallen einem direkt ins Auge.

Seine Blätter sind rundlich bis länglich und tragen an beiden Seiten meist fünf kleine Einkerbungen, fast wie gezackte Ränder.

Der Stängel verzweigt sich wie ein kleiner Mini-Strauch.

Die zarten Blüten haben fünf Blütenblätter (Kronblätter). Sie sind meistens weiß, seltener bläulich, violett oder gelb und ragen nur wenig über die grünen Kelchblätter hinaus. Manchmal sind sie sogar kürzer.

Die Früchte sind kleine, glatte Kapseln, die sich bei der Reife selbst öffnen und die Samen herausschleudern. Sie werden durch Ameisen weiter verbreitet.

Merkmale

Acker-Stiefmütterchen

Viola arvensis
  • Blütenblätter sind kaum länger – manchmal sogar kürzer – als die grünen Blätter, die sie unten umgeben.

Verwechslungsarten

Wildes Stiefmütterchen

Viola tricolor
Die Blütenblätter sind deutlich länger als die grünen Blätter, die sie an der Basis umgeben.
Blüte (CC BY-SA 3.0 ) Bernd Haynold

In der Stadt

Das Acker-Stiefmütterchen fühlt sich nicht nur auf Feldern, sondern auch an Wegrändern, auf Brachflächen oder sogar zwischen Steinen auf Schuttplätzen wohl. Am liebsten wurzelt es in nährstoffreichen Böden, wo es schnell Fuß fassen kann.

Wissenswertes

  • Blütezeit:

    April bis Oktober

  • Lebensform:

    einjährig - die Pflanze blüht nur für einen Sommer und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

  • Das Acker-Stiefmütterchen kommt aus Europa und Westasien.

  • Verbreitung:

    Es ist inzwischen auch in Nordafrika und Sibirien verbreitet.

  • Die Samen des Acker-Stiefmütterchen bleiben über 20 Jahre lang keimfähig.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Das Acker-Stiefmütterchen enthält natürliche Wirkstoffe wie Salicylate, schleimige Stoffe und Gerbstoffe. Schon früher nutzte man die Pflanze für Heilbäder oder Wickel, um Hautprobleme wie Milchschorf oder schuppige Stellen zu lindern.

Habitus (CC BY-SA 3.0) Wotan81

Quellen

Habitus, Kenraiz, CC BY-SA 3.0 , https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Viola_arvensis_kz1.jpg

Blüte, Bernd Haynold, CC BY-SA 3.0 , https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Viola_arvensis_160405.jpg

Habitus, Wotan81, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Viola-Arvensis.jpeg

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Seitz, B., Ristow, M., Meißner, J., Machatzi, B. & Sukopp, H. (2018) Rote Liste und Gesamtartenliste der etablierten Farn- und Blütenpflanzen von Berlin. In: Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege / Senatsverwaltung für Umwelt, Klima und Verkehr (Hrsg.) Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin, URL: https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/artenschutz/artenlisten-rote-listen/farn-und-bluetenpflanzen/ (Abgerufen: 26.03.2021).

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Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=6398& (Abgerufen: 24.09.2018).

Mayrhofer, R. (o.J.) Wildes Stiefmütterchen - Bestimmen, sammeln und verwenden! URL: https://www.pflanzen-vielfalt.net/wildpflanzen-a-z/%C3%BCbersicht-r-z/stiefm%C3%BCtterchen-wildes/ (Abgerufen: 24.09.2018).