Beschreibung
Die Gewöhnliche Kratzdistel kann bis zu 1,5 Meter hoch werden.
Die Blätter sind lanzettlich, gebuchtet bis geteilt (fiederspaltig) und dornig bespitzt. Die Oberseite ist durch feine Stachel rau.
Der aufrechte Stängel ist meist verzweigt, geflügelt und reich beblättert. Er hat zahlreiche Dornen und reicht tief in den Boden hinein.
Auf den ersten Blick kann das Blütenkörbchen für die Blüte gehalten werden. Diese Scheinblüte besteht jedoch aus zahlreichen einzelnen, hellvioletten Röhrenblüten und kann einen Durchmesser von bis zu 4 cm haben.
Die Pflanze bildet nussähnliche Früchte mit einem Haarkranz.
Merkmale
Gewöhnliche Kratzdistel
Cirsium vulgare
stachelige Blattoberseite
dornig geflügelter Stängel
In der Stadt
Man findet die Gewöhnliche Kratzdistel häufig in staudenreichen Unkrautgesellschaften, an Wegen, Schuttplätzen, Ufern und in Waldschlägen.
Wissenswertes
Sie ist die Nahrungspflanze der Raupen des Distelfalters.
Sie ist eine Lichtpflanze, ein Mäßigwärmezeiger, ein Frischezeiger, ein Schwachsäure- bis Schwachbasezeiger und ein ausgesprochener Stickstoffzeiger.
Sie ist die Nationalblume Schottlands.
Sie blüht von Juni bis September.
Disteln locken mit ihrem süßen Duft viele Tagfalter an und sind eine wichtige Nahrungsquelle.
Die Distel soll böse Geister abwehren.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
- Nutzung:
Aus den getrockneten Wurzeln kann Mehl hergestellt werden.
Die Wurzeln und die jungen Triebe wurden früher zu Suppe verarbeitet.
Quellen
Habitus, Sciadopitys, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cirsium_vulgare_Harthope.jpg
Blütenstand, AnemoneProjectors, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Spear_Thistle_(Cirsium_vulgare).jpg
Blätter, Rasbak, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cirsium_vulgare,_Speerdistel_plant_(1).jpg
Seite „Gewöhnliche Kratzdistel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15.06.2016, 15:47 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gew%C3%B6hnliche_Kratzdistel&oldid=155325657 (Abgerufen: 02.08.2016).
Fitter, R., Fitter, A. & Blamey, M. (1986) Pareys Blumenbuch. Wildblühende Pflanzen Deutschlands und Nordwesteuropas, London: Verlag Collins Publishers.
Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Scherf, Gertrud (2006): Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV Buchverlag
Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=4789& (Abgerufen: 02.08.2016).