Hypericum perforatum

Echtes Johanniskraut

Tüpfel-Hartheu, Tüpfel-Johanniskraut

Blüten (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Beschreibung

Das Echte Johanniskraut kann bis zu einen Meter hoch werden.

Die Blätter sind einander gegenüber am Stängel angeordnet (gegenständig). Sie sind oval-eiförmig bis länglich und dicht mit durchscheinenden Öldrüsen besetzt. Der Blattrand ist mit schwarzen Drüsen punktiert.

Der Stängel ist aufrecht, durchgehend zweikantig und innen markig gefüllt. Unterirdisch bildet die Pflanze stark verzweigte Wurzelkriechsprosse.

Die Einzelblüten sind goldgelb und haben fünf Blütenblätter. Sie stehen zahlreich in Blütenständen zusammen. Beim Zerreiben der Blütenknospen tritt ein dunkelroter Saft aus.

Die Frucht ist eine schmal-eiförmige, dreifächrige Spaltkapsel.

Merkmale

Echtes Johanniskraut

Hypericum perforatum
  • leicht giftig

  • Blätter mit durchscheinenden Punkten

Früchte (CC BY-SA 2.0) Matt Lavin

In der Stadt

In der Stadt findet man das Echte Johanniskraut häufig. Es kommt in Gebüschsäumen, an Wald- und Wegrändern, Böschungen, in Magerwiesen und -rasen, in Ginster- und Heidekrautheiden, in Brachen und Waldlichtungen oder auf Bahnschotter vor. Es bevorzugt halbschattige, mäßig warme, trockene bis mäßig feuchte Standorte mit stickstoffarmen Böden.

Wissenswertes

  • Johanniskraut ist eine alte Heilpflanze und wird zur Behandlung von depressiven Verstimmungen oder nervöser Unruhe eingesetzt. Weiterhin wirkt es positiv bei hormonellen Schwankungen, Schlafstörungen und Erschöpfungszuständen.

  • Der rote Farbstoff von Johanniskraut führt dazu, dass die Photosensibilität der Haut verstärkt wird. Dies ist der Grund, warum nach der Einnahme von Johanniskrautprodukten der Aufenthalt in der Sonne vermieden werden sollte.

  • Es blüht von Juni bis August.

  • Es wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Alle Pflanzenteile sind leicht giftig.

Habitus (CC BY-SA 3.0) Bjoertvedt

Quellen

Blüten, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Hypericum_perforatum_(1).JPG

Früchte, Matt Lavin, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hypericum_perforatum_(5258413313).jpg

Habitus, Bjoertvedt, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hypericum_perforatum_09.jpg

Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Seite „Echtes Johanniskraut“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 06.12.2016, 19:16 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Echtes_Johanniskraut&oldid=160406224 (Abgerufen: 17.01.2017).

Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=3036& (Abgerufen: 17.01.2017).