Beschreibung
Der Gewöhnliche Natternkopf kann bis zu einen Meter hoch werden.
Die Blätter sind länglich und scheinen direkt aus der Erde zu kommen (grundständig). Sie sitzen außerdem einzeln und abwechselnd angeordnet (wechselständig) am Stängel. Sie sind derb und borstig behaart.
Der Stängel ist aufrecht und borstig behaart.
Die zahlreichen Blüten stehen in langen, kegelförmigen Blütenständen. Die Einzelblüten sind trichterförmig und haben fünf Blütenblätter. Die Blütenfarbe ändert sich im Laufe der Zeit von rosa zu blau. Aus der Blütenkrone ragen lange, violette Staubblätter heraus.
Die Pflanze bildet kleine, nussartige Teilfrüchte (Klausen). Sie sitzen immer zu viert im Kelch der Blüte.
Merkmale
Gewöhnlicher Natternkopf
Echium vulgare
giftig
Blätter und Stängel borstig behaart
lange, violette Staubblätter
In der Stadt
Der Natternkopf bevorzugt warme und mäßig trockene, nährstoffreiche Standorte mit Lehm- und Tonböden. In der Stadt sind nährstoffreiche Böden häufig, daher kann er sich hier gut ausbreiten. Er kommt oft an Wegen und entlang von Bahnanlagen vor.
Wissenswertes
Während der Blütenentwicklung vollzieht sich ein Farbwechsel von rosa zu blau. Die Ursache ist eine Veränderung des pH-Wertes in der Blüte.
Er blüht von Mai bis Oktober.
Er ist eine wichtige Futterpflanze für zahlreiche Bestäuber. Sein Nektar hat mit 25% einen sehr hohen Zuckeranteil.
Über 40 verschiedene Schmetterlingsarten ernähren sich von seinem Nektar.
Er kann problemlos auf schwermetallbelasteten Flächen überleben.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Der Gewöhnliche Natternkopf enthält krebserregende und leberschädigende Substanzen und sollte nicht als Heilkraut verwendet werden.
Quellen
Habitus, Kurt Kulac, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Echium_vulgare_helgoland01.jpg
Blütenstand, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Echium_vulgare_(3).JPG
Blätter, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Echium_vulgare_(1).JPG
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Needon, C. & Petermann, J. (1991) Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig, Jena, Berlin: Urania-Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
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Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=2067& (Abgerufen: 15.12.2016).