Jasione montana

Berg-Sandglöckchen

Berg-Jasione, Bergnelke, Sandknöpfchen, Schafrapunzel

Habitus (CC BY-SA 3.0) Christian Fischer

Beschreibung

Das Berg-Sandglöckchen wird etwa kniehoch – also deutlich höher, als man diesem zarten Pflänzchen vielleicht zutrauen würde.

Die Blätter sitzen vor allem unten am Stängel. Sie sind länglich geformt und haben einen hübsch gewellten, fast krausen Rand.

Der Stängel ist stark verzweigt und kann entweder aufrecht wachsen oder sich am Boden entlanglegen.

Besonders auffällig sind die Blüten: Sie bestehen aus fünf zarten hellblauen, manchmal auch weißen kleinen Blütenblättern. Sie sitzen dicht beieinander und bilden kleine körbchenartige Blütenstände.

Nach der Blüte entstehen kleine, rundliche Früchte. Sie haben eine interessante Form: sie sind fünfkantig und erinnern an winzige Kapseln. Die Samen werden durch Tiere und den Wind verstreut.

Merkmale

Berg-Sandglöckchen

Jasione montana
  • Laubblätter nur am unteren Stängel

  • hellblauer, kugeliger Blütenstand

Habitus (CC BY-SA 3.0) Julia Kruse

In der Stadt

In der Stadt findet man das Berg-Sandglöckchen auf Brachflächen oder trockenen Wiesen. Mit seinen bis zu einen Meter tiefreichenden Wurzeln kann es sich gut mit Wasser versorgen. Nur eines mag es nicht: kalkhaltige Böden.

Wissenswertes

  • Blütezeit:

    Juni bis August

  • Lebensform:

    einjährig: Die Pflanze keimt im ersten Jahr, übersteht den Winter und blüht dann im nächsten Frühling oder Sommer. Oder: zweijährig: Im ersten Jahr bildet sie nur Blätter, im zweiten blüht und fruchtet sie.

  • Verbreitung:

    Das Berg-Sandglöckchen kommt sowohl an der Nord- und Ostseeküste als auch im Bergland in Höhen von bis zu 1700 Metern vor.

  • Das Berg-Sandglöckchen hat es nicht leicht: Vor allem zu viele Nährstoffe im Boden setzen ihm zu. Dadurch verschwinden nach und nach seine typischen Lebensräume. Um darauf aufmerksam zu machen, wurde es 1990 zur Blume des Jahres gekürt.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Blütenstand (CC BY-SA 3.0) Christian Fischer

Quellen

Habitus, Christian Fischer, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:JasioneMontana2.jpg

Habitus, Julia Kruse, CC BY-SA 3.0, https://species-id.net/openmedia/File:Jasione_montana_JuliaKruse.JPG

Blütenstand, Christian Fischer, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:JasioneMontana.jpg

Seite „Berg-Sandglöckchen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18.02.2017, 15:41 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Berg-Sandgl%C3%B6ckchen&oldid=162766950 (Abgerufen: 07.08.2018).

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