Beschreibung
Der Echte Steinklee kann 30 bis 100 Zentimeter hoch werden und wirkt mit seinen oft verzweigten Stängeln ziemlich üppig.
Die Blätter sind in einen Stiel und eine eigentliche Blattfläche unterteilt. Sie wachsen einzeln und abwechselnd am Stängel (wechselständig). Jede Blattfläche besteht aus drei kleinen Blättchen, die an eigenen Stielen sitzen (unpaarig gefiedert). Die Blättchen sind länglich-oval, leicht gezähnt am Rand und erinnern ein bisschen an kleine grüne Segel.
Der Stängel steht aufrecht und verzweigt sich häufig mehrfach, sodass die Pflanze buschig wirkt.
Besonders auffällig sind die gelben Blüten: Sie stehen in langen, schmalen Blütenständen. Jede Blüte besteht aus fünf Blättern, die eine typische Schmetterlingsblüte bilden: Das große obere Blatt, die Fahne, streckt sich nach oben. Zwei seitliche Blätter bilden die Flügel. Die beiden unteren Blätter schließen sich zum Schiffchen und umhüllen geschickt Staubbeutel und Stempel.
Die Früchte sind kleine, glatte Hülsen, rundlich bis eiförmig. Sie sind leicht quer gerunzelt und färben sich beim Reifen braun.
Merkmale
Echter Steinklee
Melilotus officinalis
schwach giftig
gelbe Blüten
dreizählige Blätter
In der Stadt
Der Echte Steinklee bevorzugt trockene und warme Standorte mit kalkreichen Böden. In der Stadt findet man ihn häufig an Wegen, auf Dämmen, an Schuttplätzen, auf Bahngeländen und Brachflächen.
Wissenswertes
Beim Verwelken und Trocknen der Pflanze wird Cumarin freigesetzt – ein Duftstoff, der an frisches Heu oder Waldmeister erinnert und der Pflanze ihren charakteristischen, angenehmen Geruch verleiht.
Die Früchte werden durch den Wind und zum Teil auch durch den Menschen verbreitet.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
- Blütezeit:
Juni bis September
- Verbreitung:
Der Echte Steinklee ist in Europa und Asien verbreitet.
Früher wurde die Pflanze als Mittel gegen Motten verwendet.
Die Pflanze ist schwach giftig. Ein Tee aus getrockneten Blüten wirkt gefäßerweiternd und hilft bei Venenleiden und Blutergüssen. Eine Überdosierung führt zu Kopfschmerzen.
Der Gattungsname Melilotus setzt sich aus den griechischen Wörtern meli= Honig und lotus= Klee zusammen. Er bezieht sich auf die nach Honig duftenen, sehr nektarreichen Blüten.
Quellen
Blütenstand, H. Zell, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melilotus_officinalis_002.JPG
Blätter, Matt Lavin, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melilotus_officinalis_(5182318621).jpg
Habitus, Matt Lavin, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melilotus_officinalis_(5144344156).jpg
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Seite „Gelber Steinklee“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 01.03.2018, 22:09 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gelber_Steinklee&oldid=174526487 (Abgerufen: 22.03.2018).
Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=3660& (Abgerufen: 22.03.2018).