Beschreibung
Der Huflattich kann bis zu 30 cm hoch werden.
Die Blätter haben lange Stiele und stehen in Bodennähe (grundständig). Sie sind herz- bis hufförmig. Der Blattrand ist grob gezähnt. Die Unterseite ist weißfilzig behaart.
Die blütentragenden Stängel sind nicht verzweigt und mit rötlichen, behaarten Schuppenblättern besetzt. Sie sind anfangs aufrecht und während der Fruchtreife nickend.
Die Blütenkörbe erscheinen im Frühjahr vor der Laubentfaltung. Auf den ersten Blick kann der Blütenkorb für die Blüte gehalten werden. Die Scheinblüte besteht am Rand aus zahlreichen gelben Zungenblüten und Röhrenblüten in der Mitte.
Die Pflanze bildet kleine, nussähnliche Früchte mit einem Haarkranz.
Merkmale
Huflattich
Tussilago farfara
Blüten erscheinen vor der Laubentfaltung
hufförmige Blätter
In der Stadt
In der Stadt ist der Hufflattich vor allem auf steinigen Böden, wie zum Beispiel an Baustellen, Erdablagerungen, Straßenböschungen und Sandgruben zu finden. Er bevorzugt wechselfeuchte und warme Standorte auf durchlässigen Böden.
Als eine bekannte Heilpflanze wird der Huflattich teilweise gesammelt. Davon ist jedoch dringend abzuraten. Es sind nur bestimmte Sorten dieser Pflanze als Arzneimittel zugelassen, da die Wirkstoffe der Wildpflanzen zusätzlich eine schädliche Wirkung mit sich bringen.
Wissenswertes
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war der Huflattich die vorherrschende Pflanze auf den Trümmern der Städte (Trümmerpflanze).
Die unterirdischen Wurzelausläufer des Huflattichs können bis zu zwei Meter lang sein.
Er blüht von Februar bis April.
Die Bestäubung erfolgt vor allem durch Bienen, Käfer und Schwebfliegen.
Die Fruchtausbreitung erfolgt über den Wind mit Schirmchenfliegern.
Er wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Der wissenschaftliche Name der Pflanze lässt sich aus dem lateinischen Wort tussis = Husten herleiten, wogegen sie auch in der Pflanzenmedizin eingesetzt wird. Der deutsche Name bezieht sich auf die Blattform der Pflanze.
Der Huflattich lindert Hustenreiz und wirkt schleimlösend. Er ist eine alte Heilpflanze mit der verschiedene Atemwegserkrankungen behandelt werden.
Quellen
Habitus, Nordschitz, CC BY -SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tussilago_farfara,_group_of_flowering_plants.jpg
Habitus, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://species-id.net/openmedia/File:Huflat2.JPG
Blätter, Bogdan, CC BY -SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tussilago_farfara_bgiu.jpg
Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Scherf, G. (2006) Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV.
Seite „Huflattich“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27.05.2016, 22:17 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Huflattich&oldid=154756908 (Abgerufen: 20.09.2016).