Eupatorium cannabinum

Gewöhnlicher Wasserdost

Kunigundenkraut

Habitus (CC BY-SA 4.0) Pimpinellus

Beschreibung

Der Gewöhnliche Wasserdost kann bis zu 1,5 Meter hoch werden.

Die Blätter sind handförmig in drei bis fünf Teilblätter unterteilt (gefiedert). Die Teilblätter haben einen gezähnten Rand. Jeweils zwei Blätter sitzen einander gegenüber am Stängel (gegenständig).

Der Stängel wächst aufrecht und ist reich beblättert. Er ist grün und meistens rötlich überlaufen.

Auf den ersten Blick kann das Blütenkörbchen für die Blüte gehalten werden. Diese Scheinblüte besteht aus vier bis sechs einzelnen, rosa Röhrenblüten. Aus den Blütenröhren ragen die Narben weit heraus. Die zahlreichen Blütenkörbchen bilden zusammen einen großen, schirmartigen Blütenstand.

Die Pflanze bildet kleine, nussähnliche Früchte (Achänen). Sie haben einen dichten Haarkranz.

Merkmale

Gewöhnlicher Wasserdost

Eupatorium cannabinum
  • giftig

  • handförmige Blätter

  • zahlreiche rosa Scheinblüten

Blütenstand (CC0) AnRo0002

In der Stadt

Der Gewöhnliche Wasserdost bevorzugt feuchte Standorte und kalkhaltige Böden. Er wächst oft in großen Gruppen in Ufernähe, in Gräben, auf Waldlichtungen oder auf feuchten Wiesen. Er ist ein Stickstoff- und Feuchtezeiger.

Wissenswertes

  • Die Blütezeit ist von Juli bis September.

  • Er wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

  • Die Blüten werden von Insekten bestäubt. Insbesondere Schmetterlinge und Schwebfliegen sprechen auf die Blütenstände an.

  • Die Früchte werden durch den Wind ausgebreitet (Anemochorie).

  • Die botanische Artbezeichnung cannabinum stammt aus dem griechischen und bezieht sich auf die hanfartigen Blätter. Botanisch gesehen sind die beiden Pflanzen aber nicht verwandt.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Nutzung:

    In der Volksheilkunde wurde er früher für Harnfluss, Leber und Galle und zur Wundheilung verwendet. Wegen der leberschädigenden und krebserregenden Bestandteile wird er heute nur noch stark verdünnt in der Homöopathie eingesetzt.

  • Der Gewöhnliche Wasserdost in nahezu ganz Europa einheimisch und häufig vertreten.

  • Die ganze Pflanze ist giftig. Vergiftungssymptome können unter anderem Hautreizungen und allergische Reaktionen sein. Bestimmte Stoffe in der Pflanze können sogar krebserregend sein.

Blüten (CC BY-SA 3.0) Frank Vincentz

Quellen

Habitus, Pimpinellus, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eupatorium_cannabinum.jpg

Blütenstand, AnRo0002, CC0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eupatorium_cannabinum_in_Schwetzinger_Hardt.jpg

Blüten, Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eupatorium_cannabinum_06_ies.jpg

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Schönfelder, I. & Schönfelder, P. (2010) Der Kosmos-Heilpflanzenführer. Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Seite „Gewöhnlicher Wasserdost“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12.03.2017, 18:20 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gew%C3%B6hnlicher_Wasserdost&oldid=163521582 (Abgerufen: 06.02.2018).

Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=2248& (Abgerufen: 06.02.2018).