Armoracia rusticana

Meerrettich

Kren

Habitus (CC BY-SA 3.0) Pethan

Beschreibung

Der Meerrettich kann bis zu 120 cm hoch werden.

Die Blätter am Grund sind sehr groß, oval und glänzen. Sie haben oft einen welligen und leicht gezähnten Rand. Die Blätter am Stängel sind kleiner und oft eingeschnitten (fiederspaltig).

Der Stängel ist hohl.

Die Blüten bestehen aus vier weißen Kronblättern. Sie stehen zusammen in zahlreichen, vielblütigen Trauben.

Die Früchte sind eiförmige bis fast kugelige Schoten.

Merkmale

Meerrettich

Armoracia rusticana
  • große, wellige und glänzende Grundblätter

  • eiförmige Schoten

Blüten (CC BY-SA 3.0) H. Zell

In der Stadt

In der Stadt finden sich Wildkrautbestände an Wegen, Schuttplätzen, Straßenrändern, Ufern und Ödflächen. Der Meerrettich bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige Böden.

Wissenswertes

  • Bei uns bildet die Pflanze kaum Samen, sondern vermehrt sich über Wurzelstücke.

  • Er gehört zu den Kreuzblütlern, der selben Pflanzenfamilie wie Senf, Rucola und Kohl.

  • Die Blütezeit ist von Mai bis Juli.

  • Er wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

  • Die Blüten werden durch Insekten bestäubt.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
  • Nutzung:

    In der Volksheilkunde wird Meerrettich bei Verdauungsstörungen angewandt. Er kann aber bei zu reichlichem Genuss zu Magen- und Darmbeschwerden führen.

  • Ursprünglich stammt der Meerrettich aus Südosteuropa. Er wird jedoch seit dem 15. Jahrhundert in Mitteleuropa angepflanzt und ist häufig verwildert. Er zählt daher in Deutschland wahrscheinlich zu den nicht-einheimischen Arten (Neophyten).

  • Zur Herkunft des Wortes Meerrettich gibt es unterschiedliche Theorien. Wahrscheinlich bezieht sich der Name auf den wilden Wuchsort der Pflanze in Meeresnähe. Er könnte aber auch von dem deutschen Wort 'mehr' kommen, das früher im Sinne von größer genutzt wurde. Der Meerrettich wäre dann einfach ein größerer Rettich.

  • Die Wurzeln schmecken durch Senföle scharf-würzig und eignen sich als Gewürz für Soßen und Fleisch. Medizinisch nutzt man die bakterienabtötende und durchblutungsfördernde Wirkung.

Blätter (CC BY-SA 3.0) Christian Fischer

Quellen

Habitus, Pethan, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Armoracia_rusticana.jpg

Blüten, H. Zell, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Armoracia_rusticana_002.JPG

Blätter, Christian Fischer, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:ArmoraciaRusticana.jpg

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Schönfelder, I. & Schönfelder, P. (2010) Der Kosmos-Heilpflanzenführer. Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Seite „Meerrettich“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 07.05.2018, 21:27 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Meerrettich&oldid=177236999 (Abgerufen: 08.05.2018).