Euphorbia cyparissias

Zypressen-Wolfsmilch

Dullkraut, Milchkraut, Warzenkraut

Habitus (CC BY-SA 4.0) Stefan.lefnaer

Beschreibung

Die Zypressen-Wolfsmilch kann bis zu 50 cm hoch werden. Sie produziert giftigen, weißen Milchsaft.

Die Blätter sind schmal linealisch, dünn und wirken nadelähnlich. Sie sind einzeln und abwechselnd am Stängel angeordnet (wechselständig).

Der Stängel ist blaugrün und dicht beblättert.

Die kleinen, gelben Blüten sind von zwei größeren, gelben und später rötlichen Hochblättern umgeben. Dadurch täuscht die Pflanze größere Blüten vor und lockt mehr Bestäuber an.

Die Frucht ist eine Kapsel, die bei Reife in drei Teile zerfällt.

Merkmale

Zypressen-Wolfsmilch

Euphorbia cyparissias
  • stark giftig

  • zwei gelbe Hochblätter pro Blüte

  • schmale, nadelähnliche Blätter

Blätter (CC BY-SA 3.0) Frank Vincentz

In der Stadt

Die Zypressen-Wolfsmilch ist in Trockengebüschen, Heiden und an trockenen Wald- und Wegränder häufig. Sie bevorzugt trockene, warme und sonnige bis halbschattige Standorte mit kalkhaltigen, nährstoffarmen Böden.

Wissenswertes

  • Der für den Menschen bekannteste Vertreter der Gattung Wolfsmilch ist der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima). Auch sie zeichnet sich durch den giftigen Milchsaft und bunte, die unauffällige kleine Blüten umgebende Hochblätter aus.

  • Sie ist die Hauptnahrungsquelle für die Raupen des in Deutschland gefährdeten Wolfsmilchschwärmers (Hyles euphorbiae). Das durch die Nahrung aufgenommene Gift der Pflanze geht auf die Raupe über und schützt sie in allen Entwicklungsstadien.

  • Sie blüht von Mai bis September.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Alle Pflanzenteile enthalten stark giftig Wirkstoffe wie Triterpensaponine sowie Ingenole (Diterpenester), vor allem der Milchsaft. Bei Kontakt mit der Haut oder den Augen kann er zu gefährlichen Entzündungen führen.

Blüten (CC BY-SA 3.0) Krümelomat

Quellen

Habitus, Stefan.lefnaer, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euphorbia_cyparissias_sl6.jpg

Blätter, Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euphorbia_cyparissias_07_ies.jpg

Blüten, Krümelomat, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zypressen_Wolfsmilch.jpg

Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

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