Beschreibung
Die Wiesen-Platterbse kann bis zu einen Meter hoch werden.
Ein Blatt besteht aus mehreren Teilblättern und endet in einer Ranke (paarig gefiedert). Die einzelnen Fiederblättchen sind schmal lanzettlich und lang zugespitzt.
Der Stängel ist aufsteigend oder kletternd, vierkantig und oft weichhaarig. Unterirdisch ist er meist stark verzweigt.
Die Blüten stehen in Trauben zusammen (Blütenstände). Die Einzelblüten sind leuchtend gelb, spiegelsymmetrisch und bestehen aus fünf Kronblättern, die eine typische Schmetterlingsblüte bilden. Das große, obere Kronblatt ist die Fahne und steht nach oben ab. Die zwei kleineren, seitlichen Kronblätter sind die Flügel. Die zwei unteren Blätter bilden ein hohles Schiffchen, das die Staubbeutel und Stempel umgibt.
Die Frucht ist eine behaarte Hülse, die bei Reife schwarz wird.
Merkmale
Wiesen-Platterbse
Lathyrus pratensis
gelbe Schmetterlingsblüten
Blätter mit Ranken
Verwechslungsarten
Gemeiner Wundklee
Anthyllis vulneraria
Gewöhnlicher Hornklee
Lotus corniculatus
Sumpf-Hornklee
Lotus pedunculatus
In der Stadt
In der Stadt ist die Wiesen-Platterbse auf Wiesen, an Waldränder und in Ufernähe zu finden. Sie bevorzugt frische bis wechselfeuchte und nährstoffreiche Standorte mit lehmigem Boden.
Wissenswertes
Die Wiesen-Platterbse ist mit der Gartenerbse verwandt.
Die Schmetterlingsblüte ist die typische Blütenform für die meisten Vertreter der Familie der Hülsenfrüchtler.
Für die Familie der Hülsenfrüchtler ist ein Zusammenleben mit Wurzelknöllchenbakterien typisch. Die Bakterien versorgen die Pflanze mit Stickstoff. Da die Bakterien für die Stickstoffbindung eine Pflanze benötigen, wirkt sich dieses Zusammenleben auf beide Arten positiv aus (Symbiose).
Sie blüht von Mai bis Juli.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Ihre unreifen Hülsen können ähnlich wie grüne Bohnen zubereitet werden und nach der Reife die darin enthaltenden Samen wie Erbsengemüse. Aus den Samen lässt sich außerdem ein proteinreiches Mehl herstellen.
Quellen
Habitus, Andreas Eichler, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2014.08.24.-02-See_Pfingstberg_Mannheim-Rheinau--Wiesen-Platterbse.jpg
Laubblatt, Fornax, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lathyrus_pratensis_W.jpg
Blüten, Sannse, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Meadow_vetchling_close_800.jpg
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Needon, C. & Petermann, J. (1991) Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig, Jena, Berlin: Urania-Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Seite „Wiesen-Platterbse“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25.11.2015, 22:54 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wiesen-Platterbse&oldid=148397274 (Abgerufen: 10.11.2016).