Beschreibung
Die Weiße Taubnessel kann bis zu 80 cm hoch werden.
Die Blätter sind eiförmig zugespitzt oder herzförmig bis breit lanzettlich. Sie haben eine runzelige Oberfläche. Sie stehen einander gegenüber am Stängel (gegenständig). Der Blattrand ist grob gesägt.
Der Stängel ist aufrecht, vierkantig und zerstreut behaart. Er ist hohl und bildet zahlreiche Ausläufer.
Die Blüten sitzen etagenweise und zahlreich in Scheinquirlen am Stängel. Sie sind weiß bis gelblich weiß und fein behaart. Die Kronblätter sind miteinander verwachsen und bilden eine typische spiegelsymmetrische Lippenblüte mit Ober- und Unterlippe.
Die Pflanze bildet kleine, einsamige, nussähnliche Teilfrüchte (Klausen). Sie sitzen immer zu viert im Kelch der Blüte.
Merkmale
Weiße Taubnessel
Lamium album
weiße Blüten
vierkantiger Stängel
In der Stadt
In der Stadt ist die Weiße Taubnessel an Weg- und Wiesenrändern, Hecken und auf Schuttplätzen häufig anzutreffen. Sie profitiert von der Nährstoffanreicherung der Böden in der Stadt und kann sich dadurch gut vermehren. Sie bevorzugt helle bis halbschattige, frische Standorte mit stark nährstoffreichen Böden.
Wissenswertes
Die jungen Triebe können als Gemüse gegessen werden.
Sie blüht von April bis Oktober.
Sie wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Die Weiße Taubnessel kann unter anderem bei Entzündungen oder Erkrankungen der Atemwege verwendet werden. Die Blätter können als Tee zubereitet werden.
Quellen
Habitus, Jörg Hempel, CC-BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lamium_album_LC0137.jpg
Blüten, H. Zell, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lamium_album_003.JPG
Laubblatt, Sigman, gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lamium_album_scan.jpg
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.
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Needon, C. & Petermann, J. (1991) Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig, Jena, Berlin: Urania-Verlag.
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Scherf, G. (2006) Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV.
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