Solanum dulcamara

Bittersüßer Nachtschatten

Alpranke, Bittersüß, Hirschkraut

Habitus (CC BY-SA 3.0) Enrico Blasutto

Beschreibung

Der Bittersüße Nachtschatten klettert und verholzt dabei. Dabei kann er bis zu zehn Meter lang werden und sich an Bäumen oder Zäunen hochschlängeln.

Die Blätter sitzen einzeln und wechseln sich dabei am Stängel ab (wechselständig). Ihre Form ist ziemlich abwechslungsreich: Sie können eiförmig bis herzförmig sein und entweder ganz einfach bleiben oder bis zu dreimal in kleinere Abschnitte geteilt sein.

Der Stängel klettert entweder nach oben oder kriecht am Boden entlang und ist meistens fein behaart. Man kann eine zarte „Pelzschicht“ spüren, wenn man ihn berührt.

Die violetten Blüten sind mit fünf Blütenblättern schön symmetrisch aufgebaut. In der Mitte der Blüte ragt ein kleiner gelber Kegel hervor. Es handelt sich um verwachsene Staubblätter, die der Pflanze ihren ganz eigenen Look geben.

Aus den Blüten entwickeln sich rote, eiförmige Beeren.

Merkmale

Bittersüßer Nachtschatten

Solanum dulcamara
  • giftig

  • fünf violette Blütenblätter

  • Kegel aus verwachsenen Staubblättern

Blüten (CC BY-SA 4.0) Bff

In der Stadt

Der Bittersüße Nachtschatten wächst in der Stadt oft an Ufern und Hecken. Er mag es gerne feucht bis mäßig trocken, bevorzugt halbschattige Plätze und nährstoffreiche Böden.

Früher wurde der Nachtschatten als Heilpflanze oft angebaut. Noch heute wächst er besonders gern in der Nähe alter Dorfkerne oder an alten Mauern – als Zeitzeugen vergangener Tage.

Wissenswertes

  • Blütezeit:

    Juni bis August

  • Lebensform:

    mehrjährig

  • Verbreitung:

    Der Bittersüße Nachtschatten ist in weiten Teilen Europas, Asiens und in Nordamerika verbreitet.

  • Vorsicht! Die Pflanze enthält zahlreiche Giftstoffe.

  • In der Volksheilkunde wurde der Bittersüße Nachtschatten in geringen Dosen gegen Übelkeit, Rheuma und Atemwegserkrankungen eingesetzt.

  • Der Bittersüße Nachtschatten gehört zur gleichen Pflanzenfamilie wie die Tabakpflanze. Allerdings ist es nach der Tabakverordnung verboten, seine Blätter in Tabakprodukten zu verwenden.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Blätter (CC BY-SA 3.0) Andrea Moro

Quellen

Habitus, Enrico Blasutto, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Solanum_dulcamara_ENBLA01.jpg

Blüten, Bff, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Solanum_dulcamara20110612_254.jpg

Blätter, Andrea Moro, CC BY-SA 3.0, https://species-id.net/openmedia/File:Dryades_TSB16256.jpg

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

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