Solidago canadensis

Kanadische Goldrute

Zahlreiche Blütenkörbe (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Beschreibung

Die Kanadische Goldrute kann bis zu 2,5 Meter hoch werden.

Die Blätter sind lanzettlich und im vorderen Bereich gesägt. Die Unterseite ist meist dicht behaart.

Der Stängel ist aufrecht und kurz behaart.

Die Pflanze bildet zahlreiche, einseitige, gelbe Blütenstände. Sie krümmen sich meist im Bogen und bestehen aus vielen Blütenkörben. Auf den ersten Blick können die Blütenkörbe für die Blüten gehalten werden. Diese Scheinblüten bestehen aus zahlreichen einzelnen gelben Röhren- und Zungenblüten.

Die Pflanze bildet kleine, nussähnliche Früchte.

Merkmale

Kanadische Goldrute

Solidago canadensis
  • großer, einseitiger Blütenstand

  • kurz behaarter Stängel

Blätter (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

In der Stadt

In der Stadt ist die Kanadische Goldrute meist zahlreich auf brachliegenden Äckern, an Bahnanlagen und an Gewässerrändern zu finden. Sie bevorzugt sonnige, warme und nährstoffreiche Standorte mit sandigen bis lehmigen Böden.

Aufgrund ihrer auffällig großen Blütenstände wird sie auch häufig als Zierpflanze in Gärten gepflanzt. Da sie in der Stadt günstige Wuchsbedingungen findet, verwildert sie oft und breitet sich stark aus.

Wissenswertes

  • Ein Tee aus den Blättern soll bei Erkrankungen und Infektionen der Harnwege und Nieren helfen.

  • Die Kanadische Goldrute wird als invasiver (= problematischer) Neophyt eingeordnet, da sie in Europa keine Fraßfeinde hat und sich stark ausbreitet. Dies führt dazu, dass einheimische Arten mit ähnlichen Ansprüchen verdrängt werden.

  • Sie kann als Färberpflanze verwendet werden.

  • Sie blüht von August bis Oktober.

  • Die Bestäubung erfolgt durch Fliegen, Schwebfliegen und Falter.

  • Die Fruchtausbreitung erfolgt mit dem Wind. Zusätzlich breitet sich die Pflanze vegetativ über Wurzelsprosse aus.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
  • Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika. Seit dem 17. Jahrhundert ist sie auch in Europa zu finden. Sie gehört damit zu den nicht einheimischen Pflanzen (Neophyten).

  • Der Gattungsname Solidago kann aus dem lateinischen solido = heilen hergeleitet werden, was auf die Medizinische Verwendung der Pflanzen dieser Gattung hindeutet.

  • Die Triebspitzen im Frühjahr können als Würze für Salate verwendet werden.

Blütenstand (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Quellen

Zahlreiche Blütenkörbe, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Solidago_canadensis_(36).JPG

Blätter, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Solidago_canadensis_(8).JPG

Blütenstand, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Solidago_canadensis_(4).JPG

Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.

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Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Scherf, G. (2006) Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV.

Wisconsin State Herbarium, UW-Madison (o.J.) Flora Of Wisconsin. Consortium Of Wisconsin Herbaria. Solidago canadensis, URL: http://wisflora.herbarium.wisc.edu/taxa/index.php?taxon=5083 (Abgerufen: 20.09.2016).

Seite „Kanadische Goldrute“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15.09.2016, 14:03 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kanadische_Goldrute&oldid=157949758 (Abgerufen: 20.09.2016).

Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=5679& (Abgerufen: 20.09.2016).