Galium odoratum

Waldmeister

Felsen-Meier, Wohlriechendes Labkraut

Habitus (CC BY-SA 4.0) Jerzy Opioła

Beschreibung

Der Waldmeister kann bis zu 50 cm hoch werden.

Die sechs bis acht Blätter stehen in Quirlen am Stängel. Sie sind länglich-lanzettlich oder schmal-elliptisch.

Der Stängel ist aufrecht, nicht verzweigt und vierkantig. Die Pflanze bildet unterirdisch kriechende Sprosse aus, durch die sie sich vegetativ vermehren kann.

Die Blüten sind weiß und stehen zahlreich in Blütenständen. Die Einzelblüten haben meist vier trichterförmig Kronblätter, die ungefähr bis zur Mitte miteinander verwachsen sind.

Die Frucht ist eine borstig behaarte Spaltfrucht, die bei der Reife in zwei einsamige Teilfrüchte zerfällt.

Merkmale

Waldmeister

Galium odoratum
  • Blätter in Quirlen

  • typischer Geruch verwelkter Blätter

Blüten (CC BY-SA 3.0) Björn Traeger

In der Stadt

In der Stadt ist der Waldmeister in schattigen Rotbuchenwäldern häufig. Er bevorzugt frische, lockere, nährstoff- und basenreiche Standorte mit lehmigen Böden.

Wissenswertes

  • Am besten sollte Waldmeister vor der Blüte geerntet werden, bevor der Cumaringehalt in der Pflanze ansteigt.

  • Die verbreitete Aromatisierung mit Waldmeister ist in Deutschland seit den siebziger Jahren verboten. Das typische Waldmeisteraroma der Lebensmittel wird mittlerweile chemisch erzeugt.

  • Er wird in der Volksheilkunde eingesetzt. Er soll gefäßerweiternd, entzündungshemmend und krampflösend wirken. Zudem wird er als Mottenmittel verwendet.

  • Es sollten nicht mehr als 3 g Waldmeisterblätter pro Liter Flüssigkeit verwendet werden.

  • Er blüht von April bis Juni.

  • Er wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Das lateinische Artepitheton "odoratum" bedeutet "duftend" und bezieht sich auf den besonderen Geruch der Pflanze.

  • Erst in welkem und trockenem Zustand setzen die Waldmeisterblätter Cumarin frei, das den charakteristischen Waldmeistergeruch verursacht. Dieser Aromastoff ist jedoch in zu hohen Dosen giftig und kann Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen hervorrufen.

Habitus (CC BY-SA 3.0) Hajotthu

Quellen

Habitus, Jerzy Opioła, CC BY-SA 4.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Waldmeister#/media/Datei:Asperula_odorata_a1.jpg

Blüten, Björn Traeger , CC BY-SA 3.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Waldmeister#/media/Datei:Galium_odoratum_Flower.JPG

Habitus, Hajotthu, CC BY-SA 3.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Waldmeister#/media/Datei:Waldmeister(Mai).JPG

Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

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