Beschreibung
Der Echte Beinwell kann bis zu einem Meter hoch werden und reicht einem erwachsenen Menschen etwa bis zum Knie.
Die Blätter wirken, als würden sie direkt aus dem Boden sprießen (grundständig), oder sie sitzen am Stängel. Sie stehen einzeln und wechseln sich ab (wechselständig). Die Blätter sind schmal-lanzettlich, fest und robust, mit steifen Borsten bedeckt.
Der Stängel wächst aufrecht bis leicht aufsteigend, ist steif und ebenfalls borstig behaart. Durch die herablaufenden Blätter wirkt er wie „gefiedert“ oder leicht geflügelt – ein auffälliges Merkmal der Pflanze.
Die Blüten stehen zahlreich in eingerollten Blütenständen. Ihre Farbe reicht von Weiß über Creme und Rosaviolett bis hin zu dunklem Purpur. Die Blütenblätter sind größtenteils zu röhrenförmigen Kronen verschmolzen, wobei fünf Kronenlappen frei bleiben.
Nach der Blüte entstehen kleine, nussartige Teilfrüchte, sogenannte Klausen. Sie sitzen immer zu viert im Kelch der Blüte.
Merkmale
Echter Beinwell
Symphytum officinale
giftig
eingerollte Blütenstände
röhrenförmig verwachsene Blütenblätter
In der Stadt
In der Stadt trifft man den Echten Beinwell oft an Ufern oder feuchten Gräben. Er liebt feuchte bis nasse Böden, die reich an Nährstoffen und basisch sind. Als sogenannte Stickstoffzeigerpflanze zeigt er an, dass der Boden besonders stickstoffhaltig ist. Gleichzeitig entzieht der Beinwell dem Boden Nährstoffe und wirkt so wie ein natürlicher Regulator.
Im Garten kann Beinwell nützlich sein: Aus den Blättern lässt sich Beinwelljauche herstellen, ein natürlicher, organischer Stickstoffdünger, der den Boden kräftigt und Pflanzen beim Wachsen unterstützt.
Wissenswertes
- Blütezeit:
Mai bis Juli
- Lebensform:
mehrjährig - die Pflanze blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
- Verbreitung:
Der Beinwell stammt aus Westasien und und ist heute in weiten Gebieten Europas und Asiens verbreitet.
Die Früchte breiten sich über Wind oder Wasser aus.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Der Gattungsname „Symphytum“ stammt vom griechischen Wort "symphyein" ab, das „zusammenwachsend“ bedeutet. Damit wird auf die traditionelle Heilwirkung der Pflanze hingewiesen: Sie galt schon früher als Pflanze, die Wunden und Knochen „zusammenwachsen“ lässt.
Beinwell ist giftig und sollte nicht innerlich angewendet werden. Äußerlich kann er jedoch bei Prellungen oder Knochenbrüchen helfen: Er unterstützt die Zellbildung und fördert die Wundheilung.
Quellen
Habitus, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Symphytum_officinale_(3).JPG
Blütenstand, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Borag.JPG
Habitus, H. Zell, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Symphytum_officinale_001.JPG
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Seite „Echter Beinwell“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18.12.2016, 10:35 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Echter_Beinwell&oldid=160763355 (Abgerufen: 19.12.2016).
Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=5825& (Abgerufen: 19.12.2016).