Andromeda polifolia

Rosmarinheide

Polei-Gränke

Habitus (PD) Jacob W. Frank

Beschreibung

Die Rosmarinheide ist ein immergrüner Zwergstrauch, der bis zu 30 Zentimeter hoch werden kann.

Die lanzett-förmigen Bätter sind auf der Oberseite dunkelgrün und auf der Unterseite weißlich und kahl. Sie sind ledrig und an den Rändern eingerollt. Die Blätter sitzen einzeln und abwechselnd an den Zweigen (wechselständig).

Die Zweige wachsen aufrecht aus dem Boden und verholzen. Sie haben eine grüne bis bräunlich Farbe.

Die fünf weißen oder rosafarbenden Kronblätter sind zu einer kugel- oder glockenartigen Blüte verwachsen. Die Blüten sitzen auf rosaroten Stielen und schauen nach unten. Es wachsen immer zwei bis acht Blüten zusammen als Doldentraube.

Die Früchte sind an Stielen aufrecht stehende Kapseln. Sie springen zur Reifezeit auf und entlassen die Samen in den Wind.

Merkmale

Rosmarinheide

Andromeda polifolia
  • stark giftig

  • nach unten schauende Blüten

  • eingerollter Blattrand

Verwechslungsarten

Rosmarin

Salvia rosmarinus
Die Blätter des Rosmarins stehen gegenständig und sind auf der Unterseite filzig. Die Blüte ist blassblau. Sie ist nicht kugelförmig, sondern bildet eine Lippenblüte.
Früchte (CC BY-SA 2.5) b.gliwa

In der Stadt

Als Moorpflanze ist die Rosmarinheide auf sehr wenige Gebiete in der Stadt beschränkt. Sie bevorzugt nasse, nährstoffarme, saure Böden und helle Standorte.

Wissenswertes

  • Die Blütezeit ist von Mai bis August.

  • Der wissenschaftliche Name bezieht sich auf das Sternbild Andromeda, das sich weit über den Nordhimmel streckt und so das Verbreitungsgebiet der Rosmarinheide markiert.

  • Die zum Boden gerichtete Blüte sorgt dafür, dass der Pollen auf herannahende Bestäuber rieselt und so ausgebreitet wird.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: gefährdet
  • Die Rosmarinheide ist auf der Nordhalbkugel weit verbreitet und kommt in den Moorgebieten Norddeutschlands natürlich vor.

  • Die Blätter und Blüten sind stark giftig. Selbst Honig, der von der Pflanze stammt, ist noch giftig. Verzehrt führt die Rosmarinheide zu Schwindel, Krämpfen und Atemlähmung. Vergiftungen werden meist durch eine Verwechslung mit Rosmarin verursacht.

Blattunterseite (CC BY-SA 4.0) Hajotthu

Quellen

Habitus, Jacob W. Frank, PD, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Andromeda_polifolia_(7833216170).jpg

Früchte, b.gliwa, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Andromeda_polifolia_fruits.jpg

Blattunterseite, Hajotthu, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Andromeda_polifolia_(Rosmarinheide)_Blatt_Becklinger_Moor_02a.jpg

Prasse, R., Ristow, M., Klemm, G., Machatzi, B., Raus, T., Scholz, H., Stohr, G., Sukopp, H. & Zimmermann, F. (2001) Liste der wildwachsenden Gefäßpflanzen des Landes Berlin mit Roter Liste. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung / Der Landesbeauftragte für Natuschutz und Landschaftspflege (Hrsg.), Berlin: Kulturbuch-Verlag.

Roth, L., Daunderer, M. & Kormann, K. (2008) Giftpflanzen - Pflanzengifte. Vorkommen, Wirkung, Therapie. Allergische und phototoxische Reaktionen, Hamburg: Nikol Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Schönfelder, I. & Schönfelder, P. (2010) Der Kosmos-Heilpflanzenführer. Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

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