Beschreibung
Bärlauch ist eine der beliebtesten Wildpflanzen im Frühling. Er duftet schon von Weitem nach Knoblauch. Die Pflanze kann einen halben Meter hoch werden und wächst häufig in großen Teppichen.
Die Blätter haben einen deutlich sichtbaren Stiel, sind schmal-oval bis lanzettförmig und laufen spitz zu. Die Oberfläche glänzt, während die Unterseite eher matt ist. In der Mitte verläuft eine auffällige, hellgrüne Rippe. Zerreibt man ein Blatt zwischen den Fingern, verströmt es einen intensiven Knoblauchgeruch.
Der Stängel wächst aus einer schlanken, länglichen Zwiebel im Boden. Er ist oft leicht dreikantig und trägt nur am unteren Ende Blätter.
Die Blüten sitzen in einer fast kugeligen Gruppe zusammen und bestehen aus vielen kleinen, sternförmigen Einzelblüten mit sechs weißen Blütenblättern.
Im Herbst entwickeln sich kleine, runde Kapseln, die jeweils drei Kammern haben.
Merkmale
Bärlauch
Allium ursinum
starker Knoblauchgeruch
Blätter mit Stiel
Achtung: stark giftige Verwechslungsarten
Verwechslungsarten
Maiglöckchen
Convallaria majalis
Gefleckter Aronstab
Arum maculatum
Herbstzeitlose
Colchicum autumnale
In der Stadt
Auch in der Stadt findet man Bärlauch: Er wächst gerne unter schattigen Laubbäumen, an Bächen oder feuchten Waldrändern, vorausgesetzt, der Boden ist nährstoffreich.
Ab Anfang April beginnt die Sammelzeit. Viele nutzen die frischen Blätter für Pesto, Kräuterbutter oder als Würze in Salaten. Dabei ist besondere Vorsicht geboten: Die Blätter sehen den giftigen Arten wie Maiglöckchen oder Aronstab zum Verwechseln ähnlich. Ein Fehler kann lebensgefährlich sein. Der Knoblauchgeruch ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal, aber auch kein hundertprozentiger Schutz. Am besten nur sammeln, wenn man sich ganz sicher ist!
Wissenswertes
- Blütezeit:
April bis Mai
- Lebensform:
mehrjährig
- Verbreitung:
Außerdem im Mittelmeerraum, ist der Bärlauch in nahezu allen Ländern Europas verbreitet.
Als Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze ist er seit Jahrhunderten beliebt. Die jungen Blätter sind essbar, schmecken aromatisch und lassen sich gut zu Pesto oder als frische Würze verwenden.
Bärlauch ist in einigen Bereichen Deutschlands, zum Beispiel in Berlin und Brandenburg, vom Aussterben bedroht.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Quellen
Habitus, Lisa Carter, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ramsons_700.jpg
Blütenstand, Uoaei1, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Allium_ursinum_Bl%C3%BCte_01.JPG
Blätter, Pleple2000, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zbiorowisko_Allium_ursinum_1pl.jpg
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Needon, C. & Petermann, J. (1991) Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig, Jena, Berlin: Urania-Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Scherf, G. (2006) Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV.
Seite „Bärlauch“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 06.10.2016, 17:58 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=B%C3%A4rlauch&oldid=158530308 (Abgerufen: 20.10.2016).