Beschreibung
Der Stinkende Storchschnabel kann bis zu 50 cm hoch werden.
Die handförmigen Blätter stehen am Stängel einander gegenüber (gegenständig). Sie sind in drei bis fünf Segmente (Lappen) geteilt.
Der Stängel ist stark verzweigt, meist rötlich und abstehend drüsig behaart.
Die Blüten stehen meist zu zweit am Ende des Stängels. Sie haben fünf rosa Kronblätter. In der Mitte haben sie violette Staubbeutel.
Die Frucht ist eine schmale, längliche Spaltkapsel.
Merkmale
Stinkender Storchschnabel
Geranium robertianum
unangenehmer Geruch
drüsig behaart
In der Stadt
In der Stadt ist der Stinkende Storchschnabel in Wäldern und Gebüschen, an Mauern und auf Bahnschotter häufig. Er bevorzugt schattige Standorte mit nährstoffreichen Böden.
Wissenswertes
Der Grund des starken unangenehmen Duftes sind die ätherischen Öle der Pflanze. Sie sollen Motten und Fliegen vertreiben.
Die zerriebenen Blätter sollen als Mückenschutz dienen.
Er blüht von Mai bis Oktober.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Der Name Ruprechtskraut lässt sich aus dem altdeutschen wort "rotbrecht" ableiten, was "in rötlicher Farbe glänzend" bedeutet.
Er wurde in Volksheilkunde bei Prellungen, Fieber, Gicht, Nieren- oder Lungenleiden eingesetzt.
Quellen
Blüte und Früchte, Ivar Leidus, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Geranium_robertianum_-_haisev_kurereha.jpg
Habitus, H. Zell, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Geranium_robertianum_002.JPG
Habitus, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Geranium_robertianum.JPG
Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Seite „Ruprechtskraut“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29.01.2017, 16:08 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ruprechtskraut&oldid=162111681 (Abgerufen: 16.02.2017).