Erysimum cheiranthoides

Acker-Schöterich

Gänsesterbe, Ruderal-Goldlack

Habitus (CC BY-SA 3.0) Christian Fischer

Beschreibung

Der Acker-Schöterich kann bis zu 60 Zentimeter hoch werden. Er sieht dem bekannten Raps sehr ähnlich – vor allem wegen seiner gelben Blüten und den länglichen Schoten.

Die dunkelgrünen Blätter sind schmal und länglich. Sie haben glatte oder leicht gezähnte Ränder. Die Blätter haben anliegende Haare und fühlen sich daher rau an. Sie sitzen immer einzeln und abwechselnd am Stängel (wechselständig).

Der Stängel wächst gerade nach oben und verzweigt sich oft. Er fühlt sich eckig an.

Oben am Stängel blüht der Acker-Schöterich mit vielen kleinen, gelben Blüten. Jede Blüte hat vier Blütenblätter und steht in einer traubenförmigen Gruppe. Während unten schon die Früchte reifen, entstehen oben immer neue Blüten.

Die Früchte sind lange, dünne Schoten mit vier eckigen Kanten.

Merkmale

Acker-Schöterich

Erysimum cheiranthoides
  • giftig

  • kleine Blüten

  • kantiger Stängel

Habitus (CC BY-SA 4.0) Salicyna

In der Stadt

Der Acker-Schöterich wächst in der Stadt besonders gern auf brachliegenden Flächen, an Ufern und Wegesrändern. Er bevorzugt lockere, feuchte Böden mit hohem Stickstoffgehalt und verträgt auch Schatten.

Wegen seiner langen Blütezeit wird er gelegentlich auch als Zierpflanze in Gärten angepflanzt.

Wissenswertes

  • Blütezeit:

    Mai bis September

  • Lebensform:

    einjährig - die Pflanze blüht nur einen Sommer lang und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

  • Der Acker-Schöterich stammt aus Eurasien (Europa-Asien).

  • Verbreitung:

    Inzwischen ist er in ganz Europa heimisch.

  • Der Acker-Schöterich wird von Insekten bestäubt, kann sich aber auch selbst bestäuben. Die Samen verbreiten sich entweder von selbst oder werden vom Wind davongetragen.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Die Pflanze ist giftig. Die Samen enthalten herzwirksame Glycoside, die in der Naturheilkunde gegen Herzschwäche, Krampfhusten und Hautausschläge genutzt werden.

  • Der Acker-Schöterich wird auch "Gänsesterbe" genannt. Der Name bezieht sich auf die Giftigkeit der Pflanze.

Blütenstand (CC BY-SA 3.0) TeunSpaans

Quellen

Habitus, Christian Fischer, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:ErysimumCheiranthoides2.jpg

Habitus, Salicyna, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erysimum_cheiranthoides_2016-08-26_3622.jpg

Blütenstand, TeunSpaans, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gewone_steenraket_bloemen.jpg

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

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