Beschreibung
Die Garten-Wolfsmilch kann bis zu 20 Zentimetern groß werden.
Die hellgrünen Blätter sind verkehrt eiförmig bis rund und ganzrandig. Die Stängelblätter fallen früh ab, sodass nur unterhalb der Scheinblüten noch Blätter verbleiben.
Der Stängel wächst aufrecht und häufig verzweigt. Am Ende des Stängels stehen drei Blätter, über denen der Blütenstand erscheint.
Der Blütenstand ist eine unregelmäßig verzweigte Scheindolde mit drei bis fünf Strahlen. Die Scheinblüten sind winzig und grün.
Die Frucht ist eine runde Kapsel mit drei geflügelten Leisten. Sie hängt an einem langen Stiel aus der Scheinblüte heraus.
Merkmale
Garten-Wolfsmilch
Euphorbia peplus
sehr giftig
ganzrandiges Blatt
runde Kapselfrucht mit geflügelten Leisten
In der Stadt
Die Garten-Wolfsmilch gedeiht am besten auf feuchten, nährstoffreichen Lehmböden an halbschattigen Standorten. In der Stadt ist sie in Gärten, auf Äckern, Friedhöfen und an Ruderalstellen zu finden.
Wissenswertes
Reife Früchte lösen sich beim Austrocknen als drei Teilfrüchte. Sie öffnen sich explosionsartig und stoßen die Samen weg.
Die Samen tragen einen nahrhaften Ölkörper, so dass sie von Ameisen verschleppt und ausgebreitet werden.
Die Blütezeit ist von Juli bis Oktober.
Sie ist eine einjährige Pflanze, d.h. sie blüht nur für einen Sommer und stirbt nach der Reifung der Samen ab.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Die Garten-Wolfsmilch ist ursprünglich in Europa und Nordafrika beheimatet, kommt aber fast weltweit als nicht-einheimische Pflanze (Neophyt) vor.
- Nutzung:
Der Saft der Pflanze ist giftig für sich schnell vermehrendes menschliches Gewebe und wird seit langem als traditionelles Heilmittel für häufige Hautläsionen verwendet.
Die Garten-Wolfsmilch ist, wie alle Wolfsmilcharten, sehr giftig.
Quellen
Habitus, Radio Tonreg, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euphorbia_peplus_(8345442913).jpg
Frucht, Rasbak, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euphorbia_peplus_fruit,_Tuinwolfsmelk_vrucht.jpg
Habitus, Rasbak, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tuinwolfsmelk_Euphorbia_peplus.jpg
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Seitz, B., Ristow, M., Meißner, J., Machatzi, B. & Sukopp, H. (2018) Rote Liste und Gesamtartenliste der etablierten Farn- und Blütenpflanzen von Berlin. In: Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege / Senatsverwaltung für Umwelt, Klima und Verkehr (Hrsg.) Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin, URL: https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/artenschutz/artenlisten-rote-listen/farn-und-bluetenpflanzen/ (Abgerufen: 26.03.2021).
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