Agrimonia eupatoria

Gemeiner Odermennig

Ackerblume, Ackerkraut, Kleiner Odermennig

Blüten (CC BY-SA 3.0) H.Zell

Beschreibung

Der Gemeine Odermennig kann bis zu einen Meter hoch werden.

Die sommergrünen Blätter sind einzeln und abwechselnd am Stängel angeordnet (wechselständig). Sie bilden am Boden eine Rosette. Jedes Blatt ist unterteilt in fünf bis neun Teilblätter (unpaarig gefiedert). Die Teilblätter haben einen grob gezähnten Rand und sind auf der Unterseite behaart.

Der Stängel ist rund und dicht behaart. Er ist meist oben verzweigt.

Die Blüten haben fünf rund angeordnete, gelbe Blütenblätter. Sie sind an der Stängelspitze in einem lang gestreckten, blattlosen Blütenstand angeordnet (Blütentraube).

Die Frucht ist eine, in einem Kelch eingeschlossene, Sammelfrucht. Der Kelch ist gefurcht und hat am Rand zahlreiche hakenförmige, abstehende Borsten.

Merkmale

Gemeiner Odermennig

Agrimonia eupatoria
  • gefurchte Sammelfrüchte

  • dicht behaarte Blattunterseiten

Früchte (CC BY-SA 3.0) Christian Fischer

In der Stadt

Der Gemeine Odermennig verträgt keinen Schatten und sauren Böden. Auch Mähen und Trittbelastung verträgt er schlecht. Daher besiedelt er in der Stadt bevorzugt wenig genutzte Trocken- und Magerrasen, aber auch Hecken und Waldränder.

Wissenswertes

  • Die Blütezeit ist von Juni bis September.

  • Die Klettfrüchte bleiben wegen ihrer Haken an Tieren hängen und werden so ausgebreitet. Da der Gemeine Odermennig eher hoch wächst, verfangen sich die Kletten an großen Tieren wie Schafen, Kühen oder in der Stadt auch Hunden und können so über weite Strecken transportiert werden.

  • Er wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Der Gemeine Odermennig ist einheimisch und in fast ganz Europa verbreitet.

  • Tee aus blühendem und getrocknetem Gemeinem Odermennig kann bei Magen- und Darmbeschwerden sowie als Bad bei leichten Hautentzündungen helfen.

Habitus (CC BY-SA 2.0) Joan Simon

Quellen

Blüten, H.Zell, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Agrimonia_eupatoria_002.JPG

Früchte, Christian Fischer, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:AgrimoniaEupatoriaFruits.jpg

Habitus, Joan Simon, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Agrimonia_eupatoria_01.jpg

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Schönfelder, I. & Schönfelder, P. (2010) Der Kosmos-Heilpflanzenführer. Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Seite „Gemeiner Odermennig“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12.05.2017, 12:17 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gemeiner_Odermennig&oldid=165437907 (Abgerufen: 05.12.2017).

Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=99& (Abgerufen: 05.12.2017).