Beschreibung
Die Großblütige Königskerze kann über 2,5 Meter werden.
Die Blätter sind einzeln und abwechselnd an Stängel angeordnet (wechselständig). Sie sind lanzettlich und dicht wollig behaart.
Der Stängel ist aufrecht und wollig behaart. Er wirkt durch die herablaufenden Blattränder wie geflügelt.
Die gelben Blüten haben fünf Blütenblätter. Sie sind sehr kurz gestielt und stehen in einem langen, reich verzweigten Blütenstand zusammen. Drei von fünf Staubfäden im Inneren der Blüte sind dicht behaart.
Die Früchte sind eiförmige Kapseln.
Merkmale
Großblütige Königskerze
Verbascum densiflorum
fünf Blütenblätter
teilweise geflügelter Stängel
drei behaarte Staubfäden
Verwechslungsarten
Mehlige Königskerze
Verbascum lychnitis
Schwarze Königskerze
Verbascum nigrum
Zweijährige Nachtkerze
Oenothera biennis
In der Stadt
Die Großblütige Königskerze bevorzugt trockene bis frische, helle und nährstoffreiche Standorte mit kalkhaltigen Böden. Sie profitiert von den nährstoffreichen Böden in der Stadt. Hier ist sie an Unkrautfluren, Schuttplätzen, Wegrändern und Dämmen häufig zu sehen.
Verschiedene Arten von Königskerzen werden in Gärtnereien als Stauden für den Garten angeboten.
Wissenswertes
In der Volksmedizin wird die Pflanze gegen Entzündungen, Husten und Rheuma eingesetzt.
Sie blüht von Juni bis September.
Die Königskerzen entwickeln im ersten Jahr eine Blattrosette, im zweiten Jahr die Blüten und sterben danach normalerweise ab (zweijährige Pflanze).
Auf der Großblütigen Königskerze sind häufig die Raupen des Schmetterlings Brauner Mönch zu finden. Die Raupen sind weiß und schwarz-gelb gepunktet.
Die Haare auf den Staubfäden wirken wie Pollenattrappen und locken dadurch Pollen sammelnde Insekten an.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
- Nutzung:
Aus den Blüten lässt sich ein Heilöl "Königsöl" herstellen.
Der Gattungsname "Verbascum" lässt sich vom lateinischen Wort "barbascum" = "Behaarung" ableiten. "densiflorum" leitet sich wiederum von "densi" = "dicht" und "florum" = "blütig" ab.
Die getrockneten Blüten und Blätter werden in Teemischungen verwendet.
Quellen
Habitus, Magnus Manske, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Verbascum_densiflorum_%27dense-flowered_mullein%27_2007-06-02_(plant).jpg
Blüte, Pleple2000, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Verbascum_thapsiforme_315.jpg
Habitus, Pleple2000, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Verbascum_thapsiforme_309.jpg
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
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Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=6210& (Abgerufen: 08.12.2016).