Beschreibung
Es ist nicht riesig, aber auffällig: Das Acker-Hellerkraut wird bis zu 40 Zentimeter hoch – also etwa so hoch wie eine Wasserflasche.
Die Blätter wachsen einzeln am Stängel, immer abwechselnd rechts und links (wechselständig). Sie sind meist länglich, schmal oder eiförmig. Der Rand ist gezähnt oder wie von Hand grob eingeschnitten. Während die unteren Blätter noch auf kleinen Stielen sitzen, liegen die oberen direkt am Stängel an – fast so, als würden sie ihn umarmen. Ein kleiner Überraschungseffekt: Zerreibt man ein Blatt zwischen den Fingern, riecht es deutlich nach Knoblauch!
Der Stänge ist kahl, eckig und meist verzweigt – ein bisschen kantig im Wuchs, aber ziemlich standhaft.
Die weißen Blüten sitzen in lockeren Trauben. Jede Blüte hat vier Blütenblätter. In der Mitte sind sechs Staubblätter: vier längere und zwei etwas kürzere.
Die Früchte (Schötchen) sind kreisrund, grün und ganz flach.
Merkmale
Acker-Hellerkraut
Thlaspi arvense
Früchte mit breitem Flügelrand
Knoblauchgeruch
In der Stadt
In der Stadt findet man das Acker-Hellerkraut vor allem auf Schuttplätzen, Brachflächen, also überall dort, wo sich nicht viel tut.
Wissenswertes
- Blütezeit:
April bis August
- Lebensform:
einjährig - die Pflanze blüht nur für einen Sommer und stirbt nach der Reifung der Samen ab.
- Verbreitung:
Besonders verbreitet ist das Acker-Hellerkraut in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Man findet es aber auch in anderen Teilen Europas, Asiens und Nordafrikas. Inzwischen hat es sich auch in Nordamerika angesiedelt.
Der breite Flügelrand der Früchte (Schötchen) ist etwas dunkler und an der Spitze eingeschnitten. Damit segeln sie wie ein kleiner Fallschirm durch die Luft – perfekt, um die Samen weit zu verbreiten.
Die Schötchen erinnern an winzige Heller, also die kleinen, mittelalterlichen Münzen. Heute würde man sagen: Sie sehen aus wie kleine 10 Cent-Stücke.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Quellen
Habitus, Hajotthu, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Acker-Hellerkraut_Thlaspi_arvense_5_11.jpg
Blütenstand, Enrico Blasutto, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Thlaspi_arvense_ENBLA12.jpg
Blütenstand, Bff, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Thlaspi_arvense20100426_08.jpg
Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.