Medicago sativa

Luzerne

Alfalfa, Echte Luzerne, Schneckenklee

Habitus (CC BY-SA 3.0) var Leidus

Beschreibung

Die Saat-Luzerne ist eine überwinternd grüne Pflanze. Sie kann bis zu einen Meter hoch werden.

Ein Blatt besteht aus drei Teilblättern (dreizählig gefiedert). Sie sind vorne gezähnt und spitz zulaufend.

Der Stängel wächst aufrecht.

Die Blüten stehen in einer kopfigen, dichten Traube zusammen. Die Blütenfarbe ist blau bis violett. Die einzelne Blüte hat nur eine einzige Spiegelachse (spiegelsymmetrisch). Sie besteht aus fünf Kronblättern und bildet eine typische Schmetterlingsblüte. Das große, obere Kronblatt ist die Fahne und steht nach oben ab. Die zwei kleineren seitlichen Kronblätter sind die Flügel. Die zwei unteren Blätter bilden ein hohles Schiffchen, das die Staubbeutel und den Stempel umgibt.

Die Hülsenfrüchte sind schneckenförmig gewunden.

Merkmale

Luzerne

Medicago sativa
  • dreizählige Blätter

  • spiralig eingedrehte Hülsenfrüchte

Blatt (CC BY-SA 3.0) Andrea Moro

In der Stadt

Die Saat-Luzerne wächst auf Magerrasen und entlang von Wegen und Böschungen. Sie bevorzugt warme und kalkreiche Böden.

Wissenswertes

  • Die Blütezeit ist von Juni bis September.

  • Sie hat ein tiefreichendes Wurzelsystem, das ihr hilft Dürreperioden zu überstehen.

  • Sie wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

  • Man kann gekeimte Samen der Saat-Luzerne als Gemüse kaufen ("Alfalfa"-Sprossen).

  • Sie verbessert als Stickstoffsammler den Boden.

  • Für die Familie der Hülsenfrüchtler ist ein Zusammenleben mit Wurzelknöllchen-Bakterien typisch. Die Bakterien versorgen die Pflanze mit Stickstoff. Da die Bakterien für die Stickstoffbindung eine Pflanze benötigen, wirkt sich dieses Zusammenleben auf beide Arten positiv aus (Symbiose).

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht bewertet
  • Sie gehört zu den wichtigsten Grünfutterpflanzen.

Frucht (CC BY-SA 3.0) Philmarin

Quellen

Habitus, var Leidus, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Medicago_sativa_-_harilik_lutsern_Keilas.jpg?uselang=de

Blatt, Andrea Moro, CC BY-SA 3.0, https://species-id.net/openmedia/File:Dryades_TSB12664.jpg

Frucht, Philmarin, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alfalfa-12.JPG

Seitz, B., Ristow, M., Meißner, J., Machatzi, B. & Sukopp, H. (2018) Rote Liste und Gesamtartenliste der etablierten Farn- und Blütenpflanzen von Berlin. In: Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege / Senatsverwaltung für Umwelt, Klima und Verkehr (Hrsg.) Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin, URL: https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/artenschutz/artenlisten-rote-listen/farn-und-bluetenpflanzen/ (Abgerufen: 26.03.2021).

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=3616& (Abgerufen: 14.08.2018).

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