Beschreibung
Das Echte Mädesüß kann bis zu 1,5 Meter hoch werden.
Die Blätter stehen einzeln und abwechselnd am Stängel (wechselständig). Ein Blatt besteht aus mehreren Teilblättern (gefiedert). Die Teilblättchen sind eiförmig zugespitzt.
Der Stängel ist meist reich verzweigt und rötlich überlaufen.
Die Blüten sind klein, gelblich-weiß und stehen zahlreich in großen Blütenständen. Die Einzelblüten haben fünf Blütenblätter und viele Staubblätter.
Die Früchte sind kleine Nüsschen.
Merkmale
Echtes Mädesüß
Filipendula ulmaria
zahlreiche weiße Blüten
intensiver Duft
In der Stadt
In der Stadt kommt das Echte Mädesüß häufig an Gräben und Bachufern sowie Feucht- und Nasswiesen vor. Es bevorzugt feuchte bis nasse, nährstoffreiche Standorte mit sandigen Lehm- und Tonböden. Es profitiert von der Nährstoffanreicherung in der städtischen Umgebung.
Wissenswertes
Die frischen Blüten können zum Aromatisieren von Süßspeisen und Getränken verwendet werden.
Die Blüten vom Echten Mädesüß enthalten einen entzündungshemmenden Wirkstoff (Salicylaldehyd), der heute in abgewandelter Form als Hauptbestandteil in Aspirin verkauft wird.
In der Volksheilkunde wird Mädesüß als schweiß- und harntreibendes und leicht entzündungshemmendes Mittel verwendet.
Es blüht von Juni bis August.
Es wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Die getrockneten Blüten können zur Herstellung von Tee oder als Raumduft verwendet werden. Die Wurzel und die Triebe können als Gemüse zubereitet gegessen werden.
Quellen
Habitus, Christian Fischer, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:FilipendulaUlmaria.jpg
Blüten, Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Filipendula_ulmaria2_ies.jpg
Blätter, Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Filipendula_ulmaria_ies.jpg
Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
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Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=2458& (Abgerufen: 17.01.2017).