Beschreibung
Die Mehlschwalbe ist schwarz-weiß und hat einen kurzen gegabelten Schwanz. Auffällig sind die weiße Unterseite und der weiße Bürzel im Kontrast zum restlichen schwarzen bis blauschwarzen Körper.
Merkmale
Mehlschwalbe
Delichon urbicum
gegabelter Schwanz
weiße Unterseite und Bürzel
Rufe
Frommolt (CC BY-SA 3.0)
In der Stadt
Mehlschwalben benötigen für den Nestbau senkrechte Flächen mit Überhängen. Diese sind in der Stadt häufig z.B. in Form von Dachrändern oder Toreinfahrten zu finden. Ihre Nester bauen sie an Außenwänden. Generell profitieren sie von den durch Menschen geschaffenen Nistmöglichkeiten. Moderne glatte und sanierte Fassaden sind jedoch oft nicht geeignet.
Wissenswertes
Mehlschwalben sind Koloniebrüter. Eine Kolonie besteht meist aus vier bis fünf Nestern.
Sie sind Zugvögel und zwischen Ende April und Ende September in Deutschland zu beobachten. Sie überwintern in Afrika.
Die Mehlschwalbe hat eine große Ortstreue zu ihrem Geburtsort.
- Gefährdungsstatus Deutschland: gefährdet
Das Sprichwort "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" lässt sich möglicherweise auf eine altgriechische Sage zurückführen. Sie handelt von einem Mann der eine Schwalbe sieht und daraufhin seinen Wintermantel verkauft, da er den warmen Frühling erwartet. Da die einzelne Schwalbe jedoch verfrüht aus ihrem Winterquartier zurückkam, muss der Mann nun ohne den Mantel der Kälte trotzen.
Quellen
Habitus , Andreas Trepte, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mehlschwalbe_Delichon_urbicum.jpg
im Flug, Martin, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Delichon_urbicum_-Ireland_-flying-8.jpg
Jungtier, Claus Ableiter, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zwei_Jungschwalben_im_Nest.jpg
Seite „Mehlschwalbe“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21.09.2015, 14:10 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Mehlschwalbe&oldid=146261446 (Abgerufen: 09.02.2016).
Bejcek, V. (1988) Zugvögel, Hanau/Main: Verlag Werner Dausien.
Witt, K. & Steiof, K. (2013) Rote Liste und Liste der Brutvögel von Berlin, 3. Fassung, 15.11.2013. In: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V. (Hrsg.) Berliner Ornithologischer Bericht, Band 23, Berlin: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V., 1-23.
NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. (2016) Rote Liste der Brutvögel Deutschlands. 5. Fassung, veröffentlicht August 2016, URL: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/rote-listen/10221.html (Abgerufen: 07.04.2017).