Tilia platyphyllos

Sommerlinde

Frühlinde, Großblättrige Linde

Blatt (CC BY-SA 3.0) Sten Porse

Beschreibung

Die Sommerlinde kann eine Höhe von 40 m erreichen. Die Krone ist hoch und schwach gewölbt mit steil ansteigenden Ästen.

Die Blätter sind herzförmig bis rundlich und lang zugespitzt. Sie sind zweizeilig angeordnet. Die Blattoberfläche ist behaart. Die Unterseite ist in den Blattnervenwinkeln bräunlich behaart. Der Blattrand ist regelmäßig scharf gesägt und der Blattstiel behaart.

Die Rinde ist dunkelgrau und feinrissig.

Die hellen Blüten stehen in Trugdolden und duften intensiv. Die Blütenstandsachse ist mit einem schmalen, hellgrünem Hochblatt verwachsen.

Die Früchte sind kugelige, dünnschalige und deutlich kantige Nüsse.

Merkmale

Sommerlinde

Tilia platyphyllos
  • behaarte Blattoberseite

  • Blattunterseite in Nervenwinkeln weißlich behaart (ältere Blätter)

  • Blüten mit weißlichem Hochblatt

Habitus (CC BY-SA 3.0) Antiope05411

In der Stadt

Die Sommerlinde ist ein sehr häufiger Park- und Straßenbaum. Sie bevorzugt halbschattige und luftfeuchte Standorte.

Der im Sommer aus der Blattkrone herunter tropfende Honigtau der Blattläuse macht Linden teilweise unbeliebt, da Autos und Fahrräder mit einer klebrigen Schicht überzogen werden.

Wissenswertes

  • Lindenblütenhonig ist eine der beliebtesten Honigsorten. Er wird aus dem Nektar der Blüten gewonnen. Lindenhonig wird im Unterschied aus dem Honigtau von Blattläusen gewonnen.

  • Das Lindenholz ist leicht und weich. Es wird vielfältig verwendet. Aus den Bastfasern werden u. a. Flecht- und Seilerwaren hergestellt.

  • Sie blüht von Mai bis Juni.

  • Die Fruchtreife ist im September.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Lindenblüten werden als Tee verwendet. Ihnen wird eine schweißtreibende und blutreinigende Wirkung zugesprochen.

Frucht (CC BY-SA 4.0) MurielBendel

Quellen

Blatt, Sten Porse, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tilia-platyphyllos-leaves.JPG

Habitus, Antiope05411, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tilia_platyphyllos_Kellerwald_001.JPG

Frucht, MurielBendel, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tilia_platyphyllos_fruit.jpg

Aas, G. & Riedmiller, A. (2002) Laubbäume. Bestimmen – Kennenlernen – Schützen, Bindlach: Gondrom Verlag.

Amann, G. & Richter, P. (1962) Bäume und Sträucher des Waldes, Melsungen: Verlag J. Neumann – Neudamm.

Böhlmann, D. (2015) Laubbäume temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt, Berlin: Patzer Verlag.

Mitchell, A. (1975) Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch, Hamburg und Berlin: Verlag Paul Parey.

Quartier, A. (1989) Bäume und Sträucher, München: BLV.

Roloff, A. (2013) Bäume in der Stadt. Besonderheiten - Funktion - Nutzen - Arten - Risiken, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer.

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