Beschreibung
Die Winterlinde kann eine Höhe von 40 m erreichen. Die Krone ist hoch und unregelmäßig gewölbt.
Die Blätter sind herzförmig, bzw. rundlich gestreckt und zugespitzt. Die Blattoberfläche ist kahl. Die Unterseite ist bei älteren Blättern in den Blattnervenwinkeln bräunlich behaart. Der Blattrand ist unregelmäßig fein und scharf gesägt.
Die Rinde ist glatt und dunkelgrau bis schwärzlich mit einer seichten längsrissigen Borke.
Mehrere helle Blüten stehen in Trugdolden zusammen. Sie sind mit einem schmalen, weißlichen bis hellgrünen Hochblatt verwachsen. Die Blüten duften intensiv.
Die Früchte sind kugelige, dünnschalige und undeutlich kantige Nüsse.
Merkmale
Winterlinde
Tilia cordata
kahle Blätteroberseite
Blattunterseite in Nervenwinkeln bräunlich behaart (ältere Blätter)
Blüten mit weißlichem oder hellgrünem Hochblatt
In der Stadt
Die Winterlinde ist ein sehr häufiger Park- und Straßenbaum. Sie bevorzugt frische bis mäßig trockene Standorte.
Der im Sommer aus der Blattkrone herunter tropfende Honigtau der Blattläuse macht Linden teilweise unbeliebt, da Autos und Fahrräder mit einer klebrigen Schicht überzogen werden.
Wissenswertes
Aus den Bastfasern werden u. a. Flecht- und Seilerwaren hergestellt.
Das Lindenholz ist leicht und weich und wird vielfältig verwendet.
Lindenblütenhonig ist eine der beliebtesten Honigsorten. Er wird aus dem Nektar der Blüten gewonnen. Lindenhonig wird im Unterschied aus dem Honigtau von Blattläusen gewonnen.
Sie blüht von Juni bis Juli.
Die Fruchtreife erfolgt im September.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Die Lindenblüten werden als Tee verwendet. Ihnen wird eine schweißtreibende und blutreinigende Wirkung zugesprochen.
Quellen
Blatt, AnRo0002, PD, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:20130705Linde_Reilingen4.jpg
Habitus, Haeferl, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Feldkirchen_an_der_Donau_-_Naturdenkmal_nd325_-_Linde_in_Feldkirchen_-_Winter-Linde_(Tilia_cordata).jpg
Blütenstand, N p holmes, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lime_tree.jpg
Aas, G. & Riedmiller, A. (2002) Laubbäume. Bestimmen – Kennenlernen – Schützen, Bindlach: Gondrom Verlag.
Amann, G. & Richter, P. (1962) Bäume und Sträucher des Waldes, Melsungen: Verlag J. Neumann – Neudamm.
Böhlmann, D. (2015) Laubbäume temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt, Berlin: Patzer Verlag.
Mitchell, A. (1975) Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch, Hamburg und Berlin: Verlag Paul Parey.
Quartier, A. (1989) Bäume und Sträucher, München: BLV.
Roloff, A. (2013) Bäume in der Stadt. Besonderheiten - Funktion - Nutzen - Arten - Risiken, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer.
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