Quercus robur

Stieleiche

Deutsche Eiche, Sommereiche

Blatt (CC BY-SA 4.0) Dimìtar Nàydenov

Beschreibung

Die Stieleiche ist ein bis zu 50 m hoher Baum. Er hat einen kurzen Stamm und eine lichte Krone.

Die Blätter sind oval bis verkehrt eiförmig und mehrfach stumpf gelappt und haben kurze Stiele. Sie sind zueinander versetzt angeordnet (wechselständig). Die Blattbasis ist meist herzförmig und geöhrt. Die Blattunterseite ist in der Regel kahl.

Die Borke ist dick, grau-braun und hat tiefe Längsfurchen.

Es gibt männliche und weibliche Blüten. Die männlichen Blüten sind in langen, herabhängenden "Kätzchen" angeordnet und grüngelb. Die weiblichen Blüten sind deutlich unscheinbarer, leicht rötlich und stehen an der Spitze der jungen Triebe in kurz- bis ungestielten Blütenständen.

Die einzelnen Nussfrüchte "Eicheln" sind in Fruchtständen vereint. Die Fruchtstände haben einen langen Stiel.

Merkmale

Stieleiche

Quercus robur
  • stumpf gelappte Blätter

  • Blätter mit kurzem Stiel

  • Fruchtstände mit langem Stiel

Habitus (CC BY-SA 3.0) Jean-Pol GRANDMONT

In der Stadt

Die Stieleiche ist eine häufige und beliebte Straßen- und Stadtbaumart. Sie gilt als salzverträglich und kommt daher mit Salzstreuungen im Winter gut zurecht. Auch ihr Potential zur Verbessung der städtischen Luftqualität durch Feinstaubbindung wird diskutiert. Die Kronen und alte Baumstämme bieten zahlreichen Tieren (vor allem Vögel und Insekten) einen wichtigen Lebensraum und tragen somit zu der ökologischen Vielfalt in der Stadt bei.

Wissenswertes

  • Deutschlandweit sind 30% der Bäume, die das Alter von über 500 Jahren erreichen Stieleichen.

  • Die Gerbstoffe in Rinde, Früchten und Blättern werden in der Naturmedizin gegen Entzündungen eingesetzt.

  • In der Wissenschaft wird häufig diskutiert ob Stiel- und Traubeneiche verschiedene Arten sind, da sie sich problemlos kreuzen können und es zahlreiche Übergangsformen gibt.

  • Die Eichen konnten sich in Wäldern Mitteleuropas meist nur mit Hilfe des Menschen etablieren, da sie sonst durch die Rotbuche verdrängt würden.

  • Sie blüht von April bis Mai. Die Fruchtreife erfolgt im September bis Oktober.

  • Die allgemein gültige wissenschaftliche Schreibweise auf Deutsch ist Stiel-Eiche, wobei nach der deutschen Rechtschreibung auf den Bindestrich verzichtet werden kann.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Nutzung:

    Die Gerbstoffe aus Eichenrinde wurden zum Gerben von Leder verwendet.

  • Das Laub, die Rinde und die Eicheln (besonders unreife) sind für Pferde und Rinder giftig.

Frucht (CC BY-SA 2.5) Nikanos

Quellen

Blatt, Dimìtar Nàydenov, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:%D0%9E%D0%B1%D0%B8%D0%BA%D0%BD%D0%BE%D0%B2%D0%B5%D0%BD_%D0%B4%D1%8A%D0%B1_-_%D1%84%D0%B8%D0%B4%D0%B0%D0%BD%D0%BA%D0%B0.jpg

Habitus, Jean-Pol GRANDMONT, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Quercus_robur_JPG_(d1).jpg

Frucht, Nikanos, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Quercus_Robur_031.jpg

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