Beschreibung
Die Bergulme ist sommergrün und hat eine breite, unregelmäßige, mehrfach gewölbte Krone. Sie kann eine Höhe von 20 m erreichen.
Die Blätter wachsen am Zweig versetzt zueinander (wechselständig). Sie sind eiförmig und haben häufig drei Spitzen. Die Oberseite ist sehr rau. Die Blattbasis ist deutlich asymmetrisch und der Blattrand ist scharf doppelt gesägt.
Der Stamm ist oft angelehnt oder nicht ganz aufrecht mit bogig abstehenden und fast waagerechten Ästen. Die Rinde bleibt lange Zeit glatt und silbergrau. Sie wird jedoch mit höherem Alter zunehmend dunkler und bekommt eine längsrissige Borke.
Die Blüten stehen in dichten, grünlich-bräunlichen Büscheln. Die Einzelblüten sind unauffällig mit einer rötlich bewimperten Blütenhülle und deutlich herausragenden Staubblättern. Sie haben einen kurzen Stiel.
Die Früchte sind breite, elliptische, geflügelte Nüsse. Sie reifen von grünlich zu weißlich.
Merkmale
Bergulme
Ulmus glabra
sehr raue Blattoberseite
asymmetrische Blattbasis
In der Stadt
Die Bergulme ist ein häufiger Parkbaum. Besonders oft werden die zugehörigen Gartenformen gepflanzt. Ulmen tolerieren Trockenstress und schattige Standorte werden daher oft an Parkplätzen und in Fußgängerzonen gepflanzt. Da Ulmen zur Ausbildung eines Flachwurzelsystems neigen und dadurch den Bodenbelag anheben können, sind sie als Straßenbäume eher weniger geeignet.
Wissenswertes
In ganz Europa sind Ulmen seit 1920 durch einen Pilz befallen, der das Ulmensterben verursacht. Dadurch ist ihr Bestand drastisch zurückgegangen.
Die Früchte werden durch den Wind als "Scheibenflieger" ausgebreitet.
Die allgemein gültige wissenschaftliche Schreibweise auf Deutsch ist Berg-Ulme, wobei nach der deutschen Rechtschreibung auf den Bindestrich verzichtet werden kann.
Das Holz der Ulme war früher ein begehrtes Konstruktionsholz für Treppen und Brücken, da es sehr witterungsbeständig ist.
Sie blüht von März bis April.
Die Fruchtreife ist im April bis Juni.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
- Nutzung:
Aus den Nüssen kann ein Öl gewonnen werden.
In der germanischen Mythologie ist die Ulme der Stammbaum der Frau. Die Kelten haben sie als einen heiligen Baum verehrt, da in ihrer Nähe Feen leben sollten. In der griechischen Mythologie symbolisiert die Ulme die Träume, den Tod und die Unterwelt.
Das Artepitheton "glabra" bedeutet "glatt" und bezieht sich auf die länger anhaltende glatte Rinde der Baumart.
Rinde und Blättern wurden früher gegen rheumatische Beschwerden und Hautausschläge verwendet.
Quellen
Blatt, Willow, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ulmus_glabra_001.jpg
Rinde, Tom elm, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ulmus_glabra_%27Horizontalis%27._Seafield_Cemetery,_Edinburgh_(2).jpg
Frucht, Meneerke bloem, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ulmus_glabra_seed_02.jpg
Aas, G. & Riedmiller, A. (2002) Laubbäume. Bestimmen – Kennenlernen – Schützen, Bindlach: Gondrom Verlag.
Amann, G. & Richter, P. (1962) Bäume und Sträucher des Waldes, Melsungen: Verlag J. Neumann – Neudamm.
Böhlmann, D. (2015) Laubbäume temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt, Berlin: Patzer Verlag.
Mitchell, A. (1975) Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch, Hamburg und Berlin: Verlag Paul Parey.
Roloff, A. (2013) Bäume in der Stadt. Besonderheiten - Funktion - Nutzen - Arten - Risiken, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer.
Seite „Bergulme“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13.02.2016, 20:09 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bergulme&oldid=151453773 (Abgerufen: 19.05.2016).