Carpinus betulus

Gemeine Hainbuche

Hagebuche, Hornbaum, Weißbuche

Blatt (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Beschreibung

Die Hainbuche kann eine Höhe von 30 m erreichen und hat eine schirmartig breite Krone.

Die Blätter wachsen am Zweig versetzt zueinander (wechselständig). Sie sind oval, zugespitzt und haben einen doppelt gezähnten Blattrand. Sie wirken durch die parallelen Seitennerven wie gefaltet.

Die Rinde ist grau, glatt und netzartig gemustert mit geringer Borkenbildung. Die Stammoberfläche ist wellig.

Die hängenden gelb-braunen Blüten sind als „Kätzchen“ bekannt. Sie fassen die zahlreichen männlichen Blüten zusammen. Die weiblichen Blüten sind in unauffälligen, grünlich-weißen Kätzchen zusammengefasst und befinden sich am Ende der Triebe.

Die Früchte sind Nüsse, die von einer dreilappigen grünlich-gelben Hülle umgeben sind. Der mittlere Lappen ist deutlich länger.

Merkmale

Gemeine Hainbuche

Carpinus betulus
  • Blätter wirken wie gefaltet

  • Nüsse mit dreilappiger Hülle

Habitus (CC BY-SA 3.0) Willow

In der Stadt

Die Hainbuche ist in Parkanlagen häufig als Unterstand oder Heckenbaum zu finden. Ihr dichte Belaubung kann zur Lärmminderug in der Stadt beitragen und sie ist schattentolerant. Empfindlich reagiert sie jedoch auf Immissionen, Bodenversiegelung und Salz. Dadurch ist sie für Alleen, Parkplätze und Fußgängerzonen gut geeignet. Als Straßenbaum kann sie nur eingeschränkt verwendet werden.

Wissenswertes

  • Das Holz der Hainbuche ist sehr schwer und gehört zu den härtesten heimische Hölzern.

  • Sie blüht von Mai bis Juni.

  • Die Fruchtreife ist im September bis Oktober.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Nutzung:

    Die Inhaltsstoffe der Blätter sind wundheilend und entzündungshemmend.

  • Der Name Hainbuche oder Hagebuche kann auf das Wort "Hag" zurüchgeführt werden, was "Hecke" bedeutet und auf die häufige Nutzung dieser Art hindeutet. Der Gattumgsname "Carpinus" leitet sich aus dem lateinischen "carpere" und bedeutet "rupfen". Das lateinische Artepitheton "betulus" weist auf die Ähnlichkeit mit der Hängebirke (Betula pendula) hin.

Fruchtstand (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Quellen

Blatt, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, http://species-id.net/openmedia/File:Carpinus_betulus_%2821%29.JPG

Habitus, Willow, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carpinus_betulus_-_Hunsr%C3%BCck_001.jpg

Fruchtstand, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Carpinus_betulus_(22).JPG

Aas, G. & Riedmiller, A. (2002) Laubbäume. Bestimmen – Kennenlernen – Schützen, Bindlach: Gondrom Verlag.

Böhlmann, D. (2015) Laubbäume temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt, Berlin: Patzer Verlag.

Quartier, A. (1989) Bäume und Sträucher, München: BLV.

Roloff, A. (2013) Bäume in der Stadt. Besonderheiten - Funktion - Nutzen - Arten - Risiken, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer.

Seite „Hainbuche“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 08.04.2016, 06:18 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hainbuche&oldid=153278335 (Abgerufen: 03.05.2016).