Lissotriton helveticus

Fadenmolch

Habitus (CC BY-SA 2.0) Gilles San Martin

Beschreibung

Der Fadenmolch gehört mit einer Länge von ca. 8,5 cm zu der kleinsten mitteleuropäischen Molchart. Seine Oberseite ist gelblich-braun gefärbt, mit dunklen Flecken oder einer leichten Marmorierung. Die Bauchseite ist schwach, in der Regel gar nicht befleckt und in der Mitte gelblich-orange. Die Unterseite der Kehle ist weiß-rosa und ebenfalls unbefleckt.

Während der Paarungszeit haben die Männchen einen fadenförmigen Schwanzfortsatz und auffallend große Schwimmhäute an den Hinterfüßen.

Merkmale

Fadenmolch

Lissotriton helveticus
  • unbefleckte Kehle

  • Männchen mit fadenförmigen Aufsatz am Schwanzende während der Paarungszeit

Männchen in Landtracht (CC BY-SA 3.0) Jeffdelonge

In der Stadt

Aufgrund seiner weiten Bandbreite an Lebensräumen findet man den Fadenmolch in der Nähe sehr unterschiedlicher Gewässer. Dazu zählen z.B. Suhlen, Quelltöpfe, quellnahe Bachläufe, kleine und große Weiher, Teiche und Talsperren. Gebiete mit offenen Agrarlandschaften werden hingegen gemieden.

Die Bestände des Fadenmolchs leiden unter der Beeinträchtigung und Zerstörung ihrer Lebensräume durch Zuschüttung oder den Eintrag von Dünger, Umweltgiften und Müll. Auch der gezielte Eintrag von Fischen kann zu einem Zusammenbruch der Lurchpopulationen führen, da deren Laich und Larven von vielen Fischen erbeutet werden.

Wissenswertes

  • Der Fadenmolch gehört zu der kleinsten mitteleuropäischen Molchart.

  • Aufgrund des nahen Verwandtschaftsverhältnisses kann es im Freiland hin und wieder zu einer Kreuzung von Faden- und Teichmolch kommen. Die Tiere besitzen dann Merkmale beider Elternarten, sind aber selbst steril.

  • Alle europäischen Amphibien sind besonders geschützt und dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Der Name kommt vom fadenförmigen Fortsatz der Männchen im Hochzeitskleid.

Weibchen (CC BY-SA 3.0) Christopher Schwerdt

Quellen

Habitus , Gilles San Martin, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lissotriton_helveticus_(18501796441).jpg

Männchen in Landtracht, Jeffdelonge, CC BY-SA 3.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Triturus_vulgaris01.jpg

Weibchen, Christopher Schwerdt, CC BY-SA 3.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Fadenmolchweibchen.jpg

Seite „Fadenmolch“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 03.04.2017, 14:32 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Fadenmolch&oldid=164209472 (Abgerufen: 15.02.2018).

NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. (o.J.) An der Kehle gut zu erkennen. Der Fadenmolch (Lissotriton helveticus), URL: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/amphibien/artenportraets/10615.html (Abgerufen: 15.02.2018).

Schulte, U. (2013) Artensteckbrief Fadenmolch (Lissotriton helveticus), URL: https://feldherpetologie.de/heimische-amphibien-artensteckbrief/artensteckbrief-fadenmolch-lissotriton-helveticus/ (Abgerufen: 15.02.2018).

Gröschl, H. (2003-2017) Fadenmolch (Triturus helveticus), URL: http://www.naturspektrum.de/db/spezies.php?art=triturus_helveticus (Abgerufen: 15.02.2018).

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