Ambrosia artemisiifolia

Beifuß-Ambrosie

Beifußblättriges Traubenkraut

Habitus Taxonym: Ambrosia artemisiifolia ss Fischer et al. EfÖLS 2008 ISBN 978-3-85474-187-9 Fundort: Bahnhof Wien-Floridsdorf, Wien-Floridsdorf - ca. 160 m ü. A. Standort: Bahnschotter (CC BY-SA 4.0) Stefan.lefnaer

Beschreibung

Die Beifuß-Ambrosie kann sogar größer als mancher Erwachsene werden – sie erreicht hierzulande bis zu 1,80 Meter. Im Frühling wächst sie noch eher gemächlich, doch ab Juni nimmt sie richtig Fahrt auf und legt einen beeindruckenden Wachstumsschub hin.

Die Blätter sind doppelt gefiedert: jedes Blatt besteht aus einem Hauptstiel, an dem mehrere kleinere Stiele wachsen. An diesen kleinen Stielen hängen wiederum viele kleine Blättchen. Von unten betrachtet, haben die Blätter eine graugrüne Färbung. Die feinen Blätter erinnern ein bisschen an Farn.

Der Stängel der Beifuß-Ambrosie ist mit feinen Härchen bedeckt und bekommt bei älteren Pflanzen auf der Oberseite eine rötliche Färbung.

Die Beifuß-Ambrosie hat sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Die männlichen Blüten sind grüngelb und wachsen in traubenähnlichen Gruppen am Ende der Zweige. Die weiblichen Blüten findet man etwas weiter unten, meist in den Achseln der oberen Blätter. Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler.

Gerade einmal so groß wie ein Stecknadelkopf, misst die Frucht nur rund drei Millimeter. Im Inneren verbirgt sich ein einzelner Samen – klein, unscheinbar und doch voller Leben. Aus ihm kann sich eine ganze neue Pflanze entwickeln.

Merkmale

Beifuß-Ambrosie

Ambrosia artemisiifolia
  • Blätter doppelt gefiedert

  • Behaarter Stängel

Blütenstand, oben Blütenköpfe mit nur männlichen Blüten, unten Teilblütenstände mit Blütenköpfen mit nur einer weiblichen Blüte (CC BY-SA 4.0) Stefan.lefnaer

In der Stadt

Die Beifuß-Ambrosie fühlt sich in der Stadt fast überall wohl. Man entdeckt sie an Straßen- und Wegrändern, auf alten Industriegeländen, in Häfen, rund um Neubausiedlungen oder auch an Waldwegen.

Wissenswertes

  • August bis September

  • Die Samen der Beifuß-Ambrosie können jahrzehntelang im Boden ausharren. Forschungen zeigen sogar, dass manche noch nach 39 Jahren keimfähig sind.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Lebensform:

    einjährig

  • Nordamerika

  • Verbreitung:

    Im 19. Jahrhundert kam die Pflanze nach Europa. Seit dem ist sie in vielen europäischen Ländern verbreitet.

  • Das bayrische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten schreibt: "Die Einbürgerung der Ambrosie ist unerwünscht, da sie in besonderem Maße allergene Wirkungen hervorruft. Allergiker leiden während des Pollenflugs unter Heuschnupfen und Atembeschwerden. Zum einen sollen die allergischen Reaktionen 70mal häufiger auftreten als bei Gräserpollen, zum anderen verlängert der späte Blühzeitraum die 'Heuschnupfen-Saison' und damit die Leidenszeit der betroffenen Allergiker."

Ambrosia artemisiifolia. Standort: Maui, Waihee (CC BY 3.0) Forest & Kim Starr

Quellen

Habitus Taxonym: Ambrosia artemisiifolia ss Fischer et al. EfÖLS 2008 ISBN 978-3-85474-187-9 Fundort: Bahnhof Wien-Floridsdorf, Wien-Floridsdorf - ca. 160 m ü. A. Standort: Bahnschotter, Stefan.lefnaer , CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/Ambrosia_artemisiifolia?uselang=de#/media/File:Ambrosia_artemisiifolia_sl3.jpg

Blütenstand, oben Blütenköpfe mit nur männlichen Blüten, unten Teilblütenstände mit Blütenköpfen mit nur einer weiblichen Blüte, Stefan.lefnaer , CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/Ambrosia_artemisiifolia?uselang=de#/media/File:Ambrosia_artemisiifolia_sl11.jpg

Ambrosia artemisiifolia. Standort: Maui, Waihee, Forest & Kim Starr, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/Ambrosia_artemisiifolia?uselang=de#/media/File:Starr_010222-9001_Ambrosia_artemisiifolia.jpg

Seite „Beifußblättriges Traubenkraut“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. Juni 2023, 20:19 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Beifu%C3%9Fbl%C3%A4ttriges_Traubenkraut&oldid=234318468 (Abgerufen: 12. Juli 2023, 10:35 UTC)

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. (2020, 25. Juni). Ambrosia - eine Gefahr für Gesundheit und Natur. Abgerufen am 12. Juli 2023, von [https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/pflanzenschutz/oeffentlichesgruen/ambrosia.htm]

Alberternst, B., & Klingenstein, S. N. U. (2006). Biologie, Verbreitung und Einschleppungswegevon Ambrosia artemisiifolia in Deutschland und Bewertung aus Naturschutzsicht. Ambrosiainfo.de. http://ambrosiainfo.de/downloads/alberternstnachrichtenbldeutpflanzenschutzd581.pdf