Adonis aestivalis

Sommer-Adonisröschen

Adonis aestivalis (CC BY-SA 4.0) Stefan.lefnaer

Beschreibung

Das Sommer-Adonisröschen ist eine einjährige Art und erreicht Höhen von 20 bis 50 cm.

Die Blätter sind dünn (lanzettlich) und schmal und sind im oberen Bereich versetzt (wechselständig) am Stängel angeordnet. Sie sind lang gestielt bis fast ungestielt und im oberen Bereich oft länger, als im unteren Bereich. Sie haben ein sehr feines Erscheinungsbild und sind zwei bis dreifach fiederteilig, wodurch sie spitz und fiederartig aussehen. Die Blattoberfläche ist auf beiden Seiten glatt und auf der Unterseite manchmal leicht flaumig behaart.

Der Stängel ist einfach, ästig und aufrecht.

Die Blüte hat feuerrote bis orangene oder gelbe Blütenblätter und einen violett-schwarzen Blütengrund. Daher wird das Sommer-Adonisröschen auch Blutströpfchen genannt. Die Blüte hat 6 bis 8 Blütenblätter, die sternförmig (radiärsymmetrisch) aufgebaut sind.

Nach der Blütezeit werden 3 bis 4 cm lange Sammelnussfrüchte ausgebildet. Sie enthalten jeweils gedrängt 30 bis 40 Nüsschen und überragen die Blätter deutlich.

Merkmale

Sommer-Adonisröschen

Adonis aestivalis
  • Giftig

  • Fiederteilige Blätter

Blüte (CC BY-SA 4.0) Zeynel Cebeci

In der Stadt

Das Sommer-Adonisröschen ist ein Kalkzeiger und wächst bevorzugt auf warmen, trockenen und kalkhaltigen Standorten. Außerdem kommt es typischerweise im Wintergetreide vor. Im Ackerbau ist allerdings kaum Platz für andere Pflanzen, wie das Sommer-Adonisröschen, weshalb es an die Ackerränder gedrängt wird. Doch auch dort ist es immer seltener zu finden und kommt mittlerweile eher in Gärten und selten auf Stadtbrachen vor.

Wissenswertes

  • Blütezeit:

    Mai bis Juli

  • Die Blütenfarbe reicht von leuchtend rot bis orange oder blassgelb.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: stark gefährdet
  • Die Pflanze enthält Glycoside, die selten in Medikamenten zur Behandlung von Herzkerkrankungen eingesetzt werden. Häufiger wird dafür allerdings das verwandte Frühlings-Adonisröschen verwendet. Bei einer Überdosierung können die Glycoside jedoch giftig sein.

  • Der lateinische Gattungsname Adonis ist auf eine Gestalt aus der griechischen Mythologie zurückzuführen. Adonis war das Sinnbild für Schönheit und Vegetation sowie Vergänglichkeit.

  • Verbreitung:

    Das Sommer-Adonisröschen kommt hauptsächlich in Mittel- und Süddeutschland vor, z.B. in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt.

Blätter (CC BY-SA 2.0 FR) Jean-Jacques HoudrÉ

Quellen

Adonis aestivalis, Stefan.lefnaer, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Adonis_aestivalis_sl26.jpg

Blüte, Zeynel Cebeci, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Adonis_aestivalis_-_Kandamlas%C4%B1_03.jpg

Blätter, Jean-Jacques HoudrÉ, CC BY-SA 2.0 FR, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Adonis_aestivalis_stem_(02).jpg

Baden-Württemberg, Landesanstalt für Umwelt. Das Sommer-Adonisröschen - eine blutrote Schönheit (Adonis aestivalis). URL: https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/sommer-adonisroeschen (Abgerufen: 23.03.2026)

Seite: "Sommer-Adonisröschen" in Wikipedia. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Sommer-Adonisr%C3%B6schen (Abgerufen: 23.03.2026)

BUND. Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis). URL: https://alzeyer-land.bund-rlp.de/themen-und-projekte/pflanzenlehrpfad-in-rommersheim/sommer-adonisroeschen/ (Abgerufen: 23.03.2026)

Universität Wien. Sommer-Adonisröschen. URL: https://botanischergarten.univie.ac.at/netzwerk/organisationen/arge-oesterreichischer-botanischer-gaerten/projekt-pavog/adonis-aestivalis/ (Abgerufen: 23.03.2026)

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. Sommer-Adonisröschen. URL: https://www.lfl.bayern.de/iab/kulturlandschaft/373985/index.php. (Abgerufen: 23.03.2026)