Phragmites australis

Schilfrohr

Schilf

Habitus (CC BY-SA 2.0) Darkone

Beschreibung

Das Schilfrohr ist ein Gras und kann bis zu vier Meter hoch werden. Es ist überwiegend an den Ufern von Flüssen und Seen zu finden.

Die Blätter sind länglich und schmal. Jedes Blatt hat zwei querverlaufende Falten. Am Ansatz jedes Blattes umfasst eine Blattscheide den Stängel. An der Ansatzstelle ist ein weißer Haarkranz.

Die Halme wachsen aufrecht und sind kräftig.

Die winzigen und unscheinbaren Blüten sitzen zusammen in Ährchen. Die Ährchen bilden einen rispigen Blütenstand, der bis zu 50 Zentimeter lang werden kann. Er erinnert an eine Feder oder einen Pinsel.

Die reifen Früchte bleiben in den Ährchen. Sie haben silberglänzende Haare und verbreiten sich als Schirmchenflieger oder schwimmend.

Merkmale

Schilfrohr

Phragmites australis
  • sehr groß

Blütenstand (CC BY-SA 3.0) MatthiasKabel

In der Stadt

Das Schilfrohr kommt häufig in der Röhrichtzone stehender und langsam fließender Gewässer bis zu einem Meter Wassertiefe vor. Es ist auch auf Moorwiesen oder in Erlenbruch- und Weidenauenwäldern zu finden.

Da in Berlin der Röhrichtbestand stark gefährdet war, entwickelte die Stadt in den 80er Jahren ein spezielles Röhrichtschutzprogramm.

Wissenswertes

  • Die Blütezeit ist von Juli bis September.

  • Im Winter wird Schilf in einigen Gebieten Norddeutschlands und Europas, aber auch in China geschnitten, da es traditionell als Dachbedeckung verwendet wird.

  • Es kann sich über einen Wurzelstock stark ausbreiten. Dieser kann bis zu drei Zentimeter pro Tag wachsen.

  • Wasser perlt an den Blättern wie bei der Lotusblüte ab und nimmt dabei alle Schmutzpartikel mit.

  • Schilf kann als Klärpflanze für naturnahe Abwasserkläranlagen verwendet werden.

  • Das Schilfrohr ist das größte einheimische Gras in Deutschland.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Aus den getrockneten Wurzeln kann Mehl zur Brotherstellung gemacht werden. Die jungen Sprosse können wir Gemüse gegessen werden.

Schilfrohrgürtel an einem See (Public Domain) Botaurus stellaris

Quellen

Habitus, Darkone, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phragmites_australis_Schilfrohr.jpg

Blütenstand, MatthiasKabel, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phragmites_australis_blossom.jpg

Schilfrohrgürtel an einem See, Botaurus stellaris, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schwielowsee-Schilfrohrguertel-01.jpg

Seite „Schilfrohr“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23.04.2021, URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schilfrohr&oldid=211214501 (Abgerufen: 15.07.2021).

Wohlers, W. (2020) Phragmites australis – Schilfrohr oder Reet (JKI-Pflanzenportraits), URL: https://offene-naturfuehrer.de/web/Phragmites_australis_%E2%80%93_Schilfrohr_oder_Reet_(JKI-Pflanzenportraits) (Abgerufen: 05.07.2021).

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin (o.J.) Röhrichtschutzprogramm Berlin, URL: https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/biotopschutz/roehrichtschutzprogramm/ (Abgerufen: 15.07.2021).