Beschreibung
Der Klatsch-Mohn kann bis zu 90 cm hoch werden.
Die Blätter sind rau und borstig behaart. Sie stehen einzeln und abwechselnd am Stängel (wechselständig). Sie sind einfach oder doppelt bis fast zur Mitte eingeschnitten (fiederschnittig) und haben meist gezähnte Abschnitte.
Der Stängel ist aufrecht, nicht verzweigt und abstehend weich behaart. Er enthält Milchsaft.
Die großen Blüten sind einzeln und leuchtend rot. Die vier Blütenblätter haben häufig einen schwarzen Fleck am Grund. In der Mitte der Blüte befinden sich zahlreiche dunkelviolette Staubblätter.
Die Frucht ist eine kahle, kugelige Kapsel mit kleinen Poren am oberen Rand. Sie enthält zahlreiche dunkle Samen.
Merkmale
Klatsch-Mohn
Papaver rhoeas
giftig
große rote Blüten
vier Blütenblätter
Verwechslungsarten
Saat-Mohn
Papaver dubium
Sand-Mohn
Roemeria argemone
In der Stadt
Der Klatsch-Mohn ist ein häufiger Bestandteil von Samenmischungen, die bei der Stadtbegrünung eingesetzt werden. Zudem kommt er auf Wegen und Bahnhofsgelände häufig wild vor. Er bevorzugt warme, sonnige und nährstoffreiche Standorte auf kalkhaltigen Lehmböden.
Wissenswertes
In der Volksmedizin wird der Klatsch-Mohn bei Husten und Heiserkeit eingesetzt.
Die Kapsel des Mohns ist so gebaut, dass sie dem Windfang dient und die Samen beschleunigt ausgestreut werden können.
Durch den zunehmenden Einsatz von Herbiziden und gezieltere Saatgutreinigung in der Landwirtschaft ist er in Getreidefeldern oft stark zurückgegangen.
Selten können die Blüten des Klatsch-Mohns weiß oder hellviolett sein.
Er blüht von Mai bis Juli.
Er ist eine ein- bis zweijährige Pflanze. Das bedeutet eine Pflanze wird ein bis zwei Jahre alt, blüht jedoch nur einmal und stirbt nach der Reifung der Samen ab.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Er ist seit der Jungsteinzeit ein Kulturbegleiter. Die durch Menschen neu geschaffenen Standorte wie Äcker waren günstig für seine Ausbreitung.
Alle Pflanzenteile sind giftig. Die Samen sind in Maßen unbedenklich und werden als Backzutat oder zur Ölgewinnung verwendet.
Quellen
Habitus, Wilson44691, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Polish_Poppies.JPG
Blüten, MatthiasKabel, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poppy_closeup_of_a_single_blossom_3.jpg
Knospe, Blüte und Frucht, Alvesgaspar, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poster_papaver_3a.jpg
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Fleischhauer, S. G., Guthmann, J. & Spiegelberger, R. (2007) Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden, Baden und München: AT Verlag.
Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.
Needon, C. & Petermann, J. (1991) Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig, Jena, Berlin: Urania-Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Scherf, G. (2006) Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV.
Seite „Klatschmohn“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18.12.2016, 10:50 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Klatschmohn&oldid=160763882 (Abgerufen: 21.12.2016).
Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=4115& (Abgerufen: 21.12.2016).