Beschreibung
Der Acker-Spark kann bis zu 50 Zentimeter hoch werden und sieht ein bisschen aus wie ein winziger Nadelbaum.
Seine grünen Blätter sind sehr schmal, fast wie kleine Nadeln. Auf der Unterseite haben sie eine feine Längsfurche. Die Blätter wachsen kreisförmig um den Stängel – wie ein kleiner Sternenkranz. Das nennt man einen Quirl.
Der Stängel wächst gerade nach oben und ist mit feinen Drüsenhaaren bedeckt.
Am oberen Ende des Stängels blühen kleine, weiße Blüten, aber nur bei Sonnenschein. Jede hat fünf Blütenblätter. Sie stehen in lockeren Gruppen beisammen.
Nach der Blüte bildet der Acker-Spark kleine Fruchtkapseln.
Merkmale
Acker-Spark
Spergula arvensis
kleine weiße Blüten
nadelförmige Blätter
In der Stadt
Der Acker-Spark wächst auf Äckern, Schuttplätzen, brachliegenden Flächen und an Wegrändern. Er mag offene, helle Plätze und wächst am liebsten auf nährstoffreichen, lockeren Böden, die wenig Kalk enthalten. Wenn man den Acker-Spark findet, ist das oft ein Zeichen dafür, dass der Boden sauer ist.
Wissenswertes
- Blütezeit:
Juni bis Oktober. Die Blüten öffnen sich ausschließlich bei Sonnenschein.
- Lebensform:
einjährig - die Pflanze blüht nur einen Sommer lang und stirbt nach der Reifung der Samen ab.
Der Acker-Spark kommt aus Europa.
- Verbreitung:
Heute ist er in kühlgemäßigten Gebieten fast überall auf der Welt verbreitet. In Deutschland kommt der Acker-Spark häufig vor, kann aber auch selten oder gefährdet sein, je nach Region.
Bei kühlem Wetter und wenn die Blüte gerade aufgeht, bestäubt sich der Acker-Spark selbst. Dabei biegen sich die Staubbeutel nach innen zur Narbe und geben dort den Blütenstaub ab.
Die Samen können über 1.000 Jahre im Boden überleben und bleiben trotzdem keimfähig. Selbst nach vielen Jahrhunderten können neue Pflanzen daraus wachsen.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Quellen
Habitus, AnRo0002, CC0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:20150611Spergula_arvensis1.jpg
Blätter, AnRo0002, CC0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:20150610Spergula_arvensis4.jpg
Blüten, Rasbak, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Spergula_arvensis,_Gewone_spurrie_bloem_(1).jpg
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.
Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.
Seitz, B., Ristow, M., Meißner, J., Machatzi, B. & Sukopp, H. (2018) Rote Liste und Gesamtartenliste der etablierten Farn- und Blütenpflanzen von Berlin. In: Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege / Senatsverwaltung für Umwelt, Klima und Verkehr (Hrsg.) Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin, URL: https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/artenschutz/artenlisten-rote-listen/farn-und-bluetenpflanzen/ (Abgerufen: 26.03.2021).
Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=5729& (Abgerufen: 10.09.2018).
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