Corydalis cava

Hohler Lerchensporn

Habitus (CC BY-SA 3.0) Christian Fischer

Beschreibung

Der Hohle Lerchensporn kann bis zu 35 cm hoch werden.

Die Blätter stehen einzeln und abwechselnd am Stängel (wechselständig). Sie sind doppelt dreiteilig und blaugrün. Die Tragblätter unterhalb der Blüten sind eiförmig und ganzrandig.

Der Stängel ist aufrecht und nicht verzweigt.

Die Blüten haben meist violette oder weiße Kronblätter, die zu einer Röhre verwachsen sind. Sie haben eine einzige Spiegelachse (zygomorph). Sie stehen in Gruppen von bis zu 20 Blüten in einem traubigen Blütenstand. Unter den Blüten sitzen ganzrandige Tragblätter.

Die Pflanze bildet längliche Kapselfrüchte.

Merkmale

Hohler Lerchensporn

Corydalis cava
  • giftig

  • bis zu 20 Blüten in einer Traube

  • ganzrandiges Tragblatt

Blatt (CC BY-SA 4.0) Andrea Moro

In der Stadt

Der Hohle Lerchensporn wächst hauptsächlich in Buchen- und Schluchtwäldern, Auenwäldern und Obstgärten. Er bevorzugt feuchte, lockere, mullreiche, humose und nährstoffreiche Lehmböden. Er wird auch als Zierpflanze in naturnahen Gärten gepflanzt.

Wissenswertes

  • Die Samen werden durch Ameisen ausgebreitet, die diese in ihren Bau schleppen und den Ölkörper der Samen fressen. Danach werden die Samen wieder aus dem Bau entfernt und können bei günstigen Bedingungen keimen.

  • Er ist ein Frühjahrsblüher, dessen oberirdische Teile früh verwelken und im Sommer nicht mehr vorhanden sind. Dieses Verhalten ist eine Anpassung der Pflanze an den Wärme- und Lichthaushalt des Laubwaldes.

  • Meist kommen violette und weißblütige Pflanzen nebeneinander vor. Bei den violett blühenden Formen sind die Blüten oft um 90° gedreht. So ist die sogenannte „Intelligenzblume“ entstanden, bei der nur lernbegabte Hautflügler in der Lage sind, den ungewöhnlichen Blüteneingang zu finden und zu öffnen.

  • Die Blätter sind eine wichtige Nahrungsquelle für die Raupen des vom Aussterben bedrohten Schwarzen Apollofalters.

  • Die Blütezeit ist von März bis Mai.

  • Er wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Der Hohle Lerchensporn ist in Mitteleuropa einheimisch. Er kommt in ganz Deutschland vor, ist aber im Nordwesten selten.

  • Der Gattungsname Corydalis leitet sich von dem griechischem Wort korydallos = Haubenlerche ab. Die Blüte soll an die besondere Kopfform dieses Vogels erinnern. Die Artbezeichnung cava leitet sich vom lateinischen Wort cavus für hohl ab und bezieht sich auf die hohle Knolle.

  • Besonders die Knollen enthalten giftige Alkaloide, die zu Krämpfen führen.

Blütenstand (CC BY-SA 3.0) Björn S.

Quellen

Habitus, Christian Fischer, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:CorydalisCava.jpg

Blatt, Andrea Moro, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Corydalis_cava_leaf_(09).jpg

Blütenstand, Björn S., CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Corydalis_cava_-_panoramio_(4).jpg

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Seitz, B., Ristow, M., Meißner, J., Machatzi, B. & Sukopp, H. (2018) Rote Liste und Gesamtartenliste der etablierten Farn- und Blütenpflanzen von Berlin. In: Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege / Senatsverwaltung für Umwelt, Klima und Verkehr (Hrsg.) Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin, URL: https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/artenschutz/artenlisten-rote-listen/farn-und-bluetenpflanzen/ (Abgerufen: 26.03.2021).

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