Beschreibung
Der Gefingerte Lerchensporn bildet viele Triebe, die nah beieinander stehen. Er hat braune, kugelige Wurzelknollen, die niemals hohl sind.
Die Blätter sind blaugrün und bestehen aus drei tief eingeschnittenen Teilblättchen. Auch die Tragblätter unter den Blüten sind dreifach eingeschnitten.
Der relativ kurze, kahle Stängel wächst aufrecht und unverzweigt.
Am Ende des Stängels befindet sich eine Traube aus bis zu 20 dicht gedrängten Blüten, die bei älteren Pflanzen leicht überhängen. Die Blüten habe nur eine Spiegelachse (zygomorph), sind gespornt und haben meist purpurfarbene oder violette Kronblätter, die zu einer Röhre verwachsen sind.
Die Frucht ist eine eiförmige, scheidewandlose Schote, die mehrere schwarze Samen enthält. Sie ist oft rötlich überlaufen.
Merkmale
Gefingerter Lerchensporn
Corydalis solida
giftig
Tragblätter eingeschnitten
Trauben aus bis zu 20 Blüten
In der Stadt
Der Gefingerte Lerchensporn bevorzugt lockere, leichte und feuchte Lehmböden mit hohem Mull- und geringem Kalkgehalt. Er wächst vor allem in dichten Laubmischwäldern, Waldrändern, Gebüschen und in Wäldern in Gewässernähe. Er gedeiht am besten im Halbschatten, wo er häufig in größeren Gruppen auftritt. Im östlichen Teil Süddeutschlands fehlt er in großen Gebieten.
Wissenswertes
Sobald die Samen ausfallen, welkt die Pflanze und überdauert als Knolle.
In der Sonne duftet er sehr stark.
Bestäubt werden die Blüten durch Insekten. Allerdings gelangen nur langrüsselige Insekten an den Nektar. Kurzrüsselige Hummeln beißen den Sporn daher häufig von außen auf.
Die Samen werden durch Ameisen ausgebreitet, die diese in ihren Bau schleppen und den Samenanhänger - den sogenannten Ölkörper - verzehren. Danach werden die Samen wieder aus dem Bau entfernt und können bei günstigen Bedingungen keimen.
Seine Blühzeit ist von März bis Anfang Mai. Bis er das erste Mal blüht, vergehen in der Regel mehrere Jahre.
- Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Der Gattungsname Corydalis leitet sich von dem griechischem Wort korydallos = Haubenlerche ab. Die Blüte soll an die besondere Kopfform dieses Vogels erinnern.
Der Gefingerte Lerchensporn enthält giftige Alkaloide, die sich vor allem in der Knolle befinden.
Quellen
Blütenstand, Kor!An (Андрей Корзун), CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Corydalis_solida_04.JPG
Früchte, Pleple2000, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ro%C5%9Blina_zielna_001.jpg
Blütenstand, Bernd Haynold, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Corydalis_solida_240406a.jpg
Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.
Seite „Gefingerter Lerchensporn“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16.05.2018, 18:51 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gefingerter_Lerchensporn&oldid=177488469 (Abgerufen: 16.07.2018).
Seitz, B., Ristow, M., Meißner, J., Machatzi, B. & Sukopp, H. (2018) Rote Liste und Gesamtartenliste der etablierten Farn- und Blütenpflanzen von Berlin. In: Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege / Senatsverwaltung für Umwelt, Klima und Verkehr (Hrsg.) Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin, URL: https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/artenschutz/artenlisten-rote-listen/farn-und-bluetenpflanzen/ (Abgerufen: 26.03.2021).
Seite „Horst (Botanik)“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12.05.2019, 08:59 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Horst_(Botanik)&oldid=188486015 (Abgerufen: 26.03.2021).
Bundesamt für Naturschutz (o.J.) Artensteckbriefe, URL: http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=1675& (Abgerufen: 16.07.2018).