Galeopsis tetrahit

Stechender Hohlzahn

Gemeiner Hohlzahn

Habitus (CC BY-SA 3.0) Ivar Leidus

Beschreibung

Der Stechende Hohlzahn kann bis zu 60 Zentimeter hoch werden.

Die Blätter sind eiförmig und am Rand gezähnt. Sie sitzen am Stängel einander gegenüber (gegenständig).

Der Stängel wächst aufrecht und ist vierkantig. Er ist unter den Blättern stark verdickt und borstig behaart.

Die Blüten können sehr unterschiedliche Farben haben: weiß, rosa bis bläulich. Die Blüten besteht aus fünf verwachsenen Kronblättern, die eine typische Lippenblüte bilden. Die Unterlippe hat zwei hohle Buckel, die Zähne genannt werden. Die Kelchblätter haben fünf sehr lange, stachelartige Zähne.

Die Pflanze bildet kleine, einsamige, nussähnliche Teilfrüchte (Klausen). Sie sitzen immer zu viert im Kelch der Blüte.

Merkmale

Stechender Hohlzahn

Galeopsis tetrahit
  • stark verdickter Stängel an den Knoten

  • zwei hohle Zähne auf der Unterlippe

  • stachelartige Kelchzähne

Verwechslungsarten

Zweispaltiger Hohlzahn

Galeopsis bifida
Die Blüten sind kleiner. Die Zähne der Kelchblätter sind kürzer und unauffälliger.

Weichhaariger Hohlzahn

Galeopsis pubescens
Der Stängel ist höchstens schwach verdickt. Die Blattunterseiten sind dicht behaart.
Blüte (CC BY-SA 3.0) Rasbak

In der Stadt

Nährstoffreiche Böden sind in der Stadt relativ häufig. Der Stechende Hohlzahn verträgt diese gut, daher wächst er oft auf Brachflächen und an Wegesrändern. Man findet ihn aber auch auf Äckern und Lichtungen. Er bevorzugt nährstoff- und insbesondere stickstoffreiche Böden.

Wissenswertes

  • Die beiden hohlen Zähne auf der Unterlippe dienen besuchenden Insekten als Leitplanken. Sie müssen ihren Kopf zwischen den Zähnen hindurch in den Blütenschlund stecken, um an den Nektar zu gelangen. Dabei bestäuben sie die Blüte.

  • Größere Tiere bleiben mit ihrem Fell an den stacheligen Kelchzähnen hängen und biegen so den elastischen Stängel um. Der Stängel schnellt dann zurück und schleudert die Früchte aus den Kelchen.

  • Mehrere Meisen-Arten sammeln die Früchte und legen in der Borke von Bäumen Vorräte an.

  • Die Blütezeit ist von Juni bis Oktober.

  • Er ist eine einjährige Pflanze. Das bedeutet die Pflanze stirbt im ersten Jahr nach der Reifung der Samen ab.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
Habitus (CC BY-SA 3.0) TeunSpaans

Quellen

Habitus, Ivar Leidus, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Galeopsis_tetrahit_-_kare_k%C3%B5rvik_Keilas.jpg

Blüte, Rasbak, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Galeopsis_tetrahit,_gewone_hennepnetel_(5).jpg

Habitus, TeunSpaans, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Galeopsis_tetrahit_plant1.jpg

Kammer, P. M. (2016) Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, Bern: Haupt Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

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